Horn­haut­to­po­gra­fie bei Keratokonus

Einfluss von Sklerallinsen

9. August 2019

ATLANTA (Bier­mann) – Anhand der Daten von 14 Augen von 9 Pati­en­ten mit Kera­to­ko­nus wurde der Einfluss von Skler­al­lin­sen bei ledig­lich vorüber­ge­hen­dem Tragen (Trage­dau­er max. 5 h, Linsen­durch­mes­ser 18,5 mm) auf die Horn­haut­to­po­gra­phie untersucht.

Von 14 Augen waren 7 Augen unbe­han­delt, die rest­li­chen 7 Augen hatten bereits ein Cross­lin­king erhalten.

In keinem der gemes­se­nen Para­me­ter (Horn­haut­ra­di­en, Horn­hau­t­astig­ma­tis­mus, zentra­le Horn­haut­di­cke) konn­ten Unter­schie­de zwischen den beiden Grup­pen gefun­den werden. Aller­dings konnte für beide Grup­pen eine leich­te Verrin­ge­rung des steils­ten Horn­haut­ra­di­us durch Tragen von Skler­al­lin­sen nach­ge­wie­sen werden.

Augen­ärz­te soll­ten sich dieser mögli­chen Beein­flus­sung der topo­gra­phi­schen Messun­gen und damit der Maskie­rung einer Progres­si­on bewusst sein. Auch ein statt­ge­hab­tes Cross­lin­king schützt wahr­schein­lich nicht vor Verän­de­run­gen der Horn­haut­ra­di­en durch Sklerallinsen.

(ak)

Autoren: Severinsky B et al.
Korrespondenz: Boris Severinsky; boris.severinsky@emory.edu
Studie: Effect of Scleral Lenses on Corneal Topography in Keratoconus: A Case Series of Cross-Linked Versus Non-Cross-Linked Eyes
Quelle: Cornea 2019 Aug;38(8):986–991.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002008

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.