Hohe Myopie

Makulopathie assoziiert mit der choroidalen Gefäßversorgung

5. März 2021

PEKING (Bier­mann)   Die Über­gangs­zo­nen zwischen den Versor­gungs­t­er­ri­to­ri­en der choro­ida­len Endar­te­ri­en (CWZ; choro­idal waters­hed zones) vari­ie­ren topo­gra­phisch und in der Konfi­gu­ra­ti­on. Die CWZ können Orte der Minder­per­fu­si­on und Hypo­xie darstel­len. In einer aktu­el­len Studie haben deren Autoren heraus­ge­fun­den, dass ein Zusam­men­hang zwischen der Lage der CWZ und einer myopi­schen Makulo­pa­thie, beson­ders einer myopi­schen choro­ida­len Neovasku­la­ri­sa­ti­ons­mem­bran (mCNV) und einer Makula-Atro­phie besteht.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 102 hoch myope Pati­en­ten (158 Augen) mit myoper Makulo­pa­thie in die retro­spek­ti­ve Studie auf. Mithil­fe der Indo­cya­nin-Grün-Angio­gra­phie unter­such­te die Arbeits­grup­pe  das Vorkom­men, den Ort und die Anord­nung von CWZ. Darüber hinaus über­prüf­ten sie eine Verbin­dung zwischen der CWZ-Lage und der Lage sowie der Art der myopi­schen Makulopathie.

Die Ophthal­mo­lo­gen konn­ten  bei 102 Augen verschie­de­ne CWZ-Typen je nach der topo­gra­phi­schen Lage ermitteln.

Bei 30 Augen lag die CWZ verti­kal zum Sehner­ven­kopf (verti­cal-ONH), bei 29 Augen stern­för­mig ausge­hend vom Sehner­ven­kopf unter Einbe­zie­hung der Makula, bei 28 Augen verti­kal zum Sehner­ven­kopf unter Einbe­zie­hung der Makula, bei 8 Augen war die Makula hori­zon­tal mit einbe­zo­gen sowie bei 7 Augen verti­kal im papil­lo­ma­ku­lä­ren Bündel para­foveo­lär gelegen.

Die Forscher diagnos­ti­zier­ten bei 42 Augen eine mCNV, von denen 35  inner­halb einer CWZ lagen. Eine Makula-Atro­phie trat bei 23 Augen auf,  von denen sich 20 inner­halb einer fovea­len CWZ  befan­den. Der CWZ-Typ korre­lier­te signi­fi­kant mit dem Auftre­ten einer mCNV (OR = 5,652; p = 0,014).

Die Studi­en­grup­pe kommt zu dem Schluss, dass CWZ einen Risi­ko­fak­tor für die Entwick­lung einer mCNV darstel­len. Augen mit maku­lä­ren CWZ seien, aufgrund mögli­cher­wei­se dort vorlie­gen­der ischä­mi­schen Hypo­xie, anfäl­li­ger dafür, eine myopi­sche Makulo­pa­thie zu entwickeln.

(tt)

Autoren: Sun J et al.
Korrespondenz: Yanling Wang; wangyanl@ccmu.edu.cn
Studie: Choroidal arterial watershed zone topography and its relationship with maculopathy in highly myopic eyes
Quelle: Eye (Lond) 2021; Feb 9 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1038/s41433-021-01427-y

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