Hämor­rha­gi­sche und exsu­da­ti­ve reti­na­le arte­ri­el­le Makroaneurysmen

Therapeutisch und prognostisch differieren die Formen

21. September 2021

PEKING (Bier­mann) – Reti­na­le arte­ri­el­le Makroaneu­rys­men (RAM) werden am häufigs­ten bei älte­ren Perso­nen beob­ach­tet, bei weib­li­cher Domi­nanz und einem star­ken Zusam­men­hang mit Bluthochdruck.

Die Autoren einer aktu­el­len Studie haben nun heraus­ge­fun­den, dass Pati­en­ten, deren RAM gelasert wird oder die eine Thera­pie mit VEGF-Inhi­bi­to­ren erhal­ten, eine höhere Rate an Verschlüs­sen des RAM sowie eine besse­re Visus­pro­gno­se aufwei­sen als Pati­en­ten, die nur kontrol­liert werden. Pati­en­ten mit hämor­rha­gi­schem RAM haben eine besse­re visu­el­le Progno­se, wenn sie nur kontrol­liert oder gelasert werden, während dieje­ni­gen mit exsu­da­ti­vem RAM eine besse­re Visus­pro­gno­se durch eine Anti-VEGF-Behand­lung zeigen.

Die Wissen­schaft­ler führ­ten im Rahmen der Meta­ana­ly­se bis Januar 2021 eine Lite­ra­tur­re­cher­che in PubMed, EMBASE und Ovid durch, um klini­sche Charak­te­ris­ti­ka von RAM zu finden und die Progno­se verschie­de­ner Inter­ven­tio­nen zu beurteilen.

Die statis­ti­schen Analy­sen wurden mithil­fe der R‑Softwareversion 3.6.3 durch­ge­führt, und die Ergeb­nis­se mittels der Free­man-Tukey-Vari­an­te der Arkus­si­nus-Quadrat-Trans­for­ma­ti­on berechnet.

Die Arbeits­grup­pe schloss 69 Studi­en mit 1332 Pati­en­ten in die Analy­se ein. Das Alter der Pati­en­ten betrug bei 91% >60 Jahre, 73% der Pati­en­ten waren Frauen und bei 73% der Pati­en­ten bestand ein Bluthochdruck.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die Verschluss­ra­te des RAM bei allei­ni­ger Beob­ach­tung 64% betrug (95%-KI 39–86) und die Sehschär­fe sich bei 55% der Pati­en­ten verbes­ser­te ([95%-KI 40–71]; bei hämor­rha­gi­schem RAM bei 64%; bei exsu­da­ti­vem RAM bei 27%). Des Weite­ren stell­ten sie fest, dass die Verschluss­ra­te nach Laser­be­hand­lung des RAM bei 96% lag (95%-KI 87–100) und sich die VA bei 73% der Pati­en­ten verbes­ser­te ([95%-KI 65–80]; bei hämor­rha­gi­schem RAM bei 66%; bei exsu­da­ti­vem RAM bei 35%). Nach der Behand­lung mit VEGF-Inhi­bi­to­ren fanden die Exper­ten eine Verschluss­ra­te von 98% (95%-KI 93–100) und eine VA-Verbes­se­rung bei 90% der Pati­en­ten ([95%-KI 74–100]; bei hämor­rha­gi­schem RAM bei 58%; bei exsu­da­ti­vem RAM bei 67%).

(tt)

Autoren: Chen H et al.
Korrespondenz: Xin-Yu Zhao; zhaoxinyu@pumch.cn
Studie: Clinical characteristics of retinal arterial macroaneurysms and prognosis of different interventions
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2021; Aug 28 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s00417-021-05364-0

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