Glau­kom und okulä­re Hypertension

Omidenepag-Augentropfen zeigen günstiges Nutzen-Risiko-Profil

11. Februar 2022

OSAKA (Bier­mann) – Bei Omidene­pag-Isopro­pyl (OMDI) handelt es sich um einen neuen selek­ti­ven, prost­a­no­iden EP2-Rezep­to­rago­nis­ten. Eine aktu­el­le Studie hat nun gezeigt, dass OMDI ein gutes Wirk­sam­keits- und Sicher­heits­pro­fil bei Pati­en­ten mit primä­rem Offen­win­kel­glau­kom (POWG) und okulä­rer Hyper­ten­si­on (OH) als Mono- oder Begleit­the­ra­pie aufweist. Laut den Autoren könnte dieser Wirk­stoff als Erst­li­ni­en­prä­pa­rat zum Einsatz kommen.

In ihre 12-mona­ti­ge Zwischen­ana­ly­se der multi­zen­tri­schen, groß ange­leg­ten, nicht inter­ven­tio­nel­len, prospek­ti­ven Beob­ach­tungs­stu­die – nach Markt­ein­füh­rung in Japan – schlos­sen die Wissen­schaft­ler 1862 von 3900 rekru­tier­ten Pati­en­ten mit POWG und OH ein.

Als Haupt­end­punk­te legte die Arbeits­grup­pe die Verän­de­rung des Augen­in­nen­dru­ckes (IOD) gegen­über dem Ausgangs­wert sowie die Inzi­denz von Neben­wir­kun­gen (UAW) fest.

Bei 62,0% der Pati­en­ten lag ein Normal­druck­glau­kom (NTG) vor.

Die Forscher ermit­tel­ten folgen­de Behand­lungs­grup­pen für OMDI: thera­pi­e­nai­ve Mono­the­ra­pie (48,4%), Switch-Präpa­rat einer Mono­the­ra­pie (18,4%) sowie Begleit­the­ra­pie (31,1%).

Die Gesamt­in­zi­denz für UAW lag bei 24,3%, welche in den Grup­pen der Mono- und Begleit­the­ra­pie nahezu iden­tisch war.

Zu den häufi­gen UAW zähl­ten konjunk­ti­va­le Hyper­ämie, Refrak­ti­ons­stö­run­gen sowie eine Myopi­sie­rung. Bei 4 Pati­en­ten wurde ein Maku­la­ö­dem diagnos­ti­ziert. In keinem Fall trat eine Prosta­glan­din-asso­zi­ier­te Perior­bi­topa­thie auf.

Die Ophthal­mo­lo­gen konsta­tier­ten, dass es nach 12 Mona­ten zu einer signi­fi­kan­ten Verrin­ge­rung des mitt­le­ren IOD um ‑1,9 ± 2,9 mmHg (-10,4 ± 16,5%) gegen­über dem Ausgangs­wert kam.

Aufge­schlüs­selt in die einzel­nen Grup­pen berech­ne­ten die Exper­ten eine mitt­le­re Verän­de­rung des IOD zum Ausgangs­wert um ‑2,7 ± 2,6 mmHg in der naiven Mono­the­ra­pie­grup­pe, um ‑1,1 ± 2,6 mmHg in der Switch-Mono­the­ra­pie­grup­pe sowie um ‑1,6 ± 3,1 mmHg in der Begleit­the­ra­pie­grup­pe (alle p<0,05).

Zudem betrug die mitt­le­re IOD-Reduk­ti­on bei Pati­en­ten mit POWG ‑2,5 ± 3,2 mmHg, bei denen mit NTG ‑1,5 ± 2,4 mmHg sowie bei denen mit OH ‑2,3 ± 4,5 mmHg. Die Thera­pieper­sis­tenz lag bei 82,4%.

(tt)

Autoren: Nakazawa T et al.
Korrespondenz: Akio Nomura; akio.nomura@santen.com
Studie: Interim Results of Post-Marketing Observational Study of Omidenepag Isopropyl for Glaucoma and Ocular Hypertension in Japan
Quelle: Adv Ther 2022; Jan 20 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/ 10.1007/s12325-021-02035-8

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