Glau­kom und IOD-Messung in der COVID-19-Pandemie

Telemetrie im Kommen

18. Januar 2021

DENVER (Bier­mann) – Eine aktu­el­le Studie hat gezeigt, dass eine ärzt­li­che Fern­über­wa­chung des intrao­ku­la­ren Augen­in­nen­dru­ckes (IOD) mittels eines implan­tier­ten tele­me­tri­schen IOD-Sensors mach­bar und klinisch rele­vant ist.

Die von den Pati­en­ten erfass­ten IOD-Messun­gen können von exter­nen Ärzten als Entschei­dungs­hil­fe hinsicht­lich des weite­ren antig­lau­kom­a­tö­sen Thera­pie­ma­nage­ments heran­ge­zo­gen werden und erspa­ren den Pati­en­ten während der COVID-19 Pande­mie unnö­ti­ge Arzt­be­su­che, so die Autoren.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 37 Augen (37 Pati­en­ten, davon 48,6% weib­lich), denen bereits ein tele­me­tri­scher Sensor implan­tiert worden war, in die Quer­schnitts­stu­die auf. Bei 16 Pati­en­ten lag der Sensor sulkus­fi­xiert und bei 21 Pati­en­ten supra­choro­idal. Die IOD-Mess­wer­te wurden während des Lock­downs von exter­nen Ärzten gesam­melt und an 10 teil­neh­men­de Studi­en­zen­tren zur Prüfung der klini­schen Rele­vanz geschickt. Bei 34 Pati­en­ten konn­ten IOD-Mess­ergeb­nis­se während des Lock­downs einge­holt werden. Das durch­schnitt­li­che Pati­en­ten­al­ter betrug 69,3 ± 9,6 Jahre.

Die Arbeits­grup­pe konnte 8415 IOD-Messun­gen an 370 Mess­ta­gen auswer­ten. Die antig­lau­kom­a­tö­se Thera­pie wurde bei 5 Pati­en­ten aufgrund der tele­me­trisch ermit­tel­ten IOD-Werte geän­dert. In 5 weite­ren Fällen wurde ein Behand­lungs­wech­sel in Betracht gezo­gen, nach­dem die Ärzte nach dem Lock­down die IOD-Ergeb­nis­se erhiel­ten. 9 von 10 Studi­en­zen­tren hiel­ten die tele­me­tri­sche IOD-Über­wa­chung für klinisch bedeutsam.

(tt)

Autoren: Mansouri K et al.
Korrespondenz: Kaweh Mansouri; kwmansouri@gmail.com
Studie: Intraocular Pressure Telemetry for Managing Glaucoma During the COVID-19 Pandemic
Quelle: Ophthalmol Glaucoma 2020; Dec 21;S2589-4196(20)30326-4.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.ogla.2020.12.008

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