Fuchs´sche Endo­thel­dys­tro­phie

Kontrastsehen als Parameter zur Erfassung visueller Dysfunktion

5. April 2022
KYOTANABE (Bier­mann) – In einer Studie an 107 Augen von 61 Pati­en­ten (18 männ­lich, 43 weib­lich) aus den Jahren zwischen Septem­ber 2019 bis März 2020 wurden klini­sche, morpho­lo­gi­sche und opti­sche Korre­la­tio­nen der visu­el­len Funk­tio­nen bei Fuchs´scher Endo­thel­dys­tro­phie (FECD) analy­siert. Der best­kor­ri­gier­te Visus (BCVA) wurde als Dezi­mal­vi­sus und LogMAR-Visus aufge­zeich­net, die Kontrast­sen­si­ti­vi­tät wurde mittels Pelli-Robson-Kontrast-Sensi­ti­vi­täts-Test gemes­sen. Mittels Scheim­pflug-Kamera wurden zudem Horn­haut­al­te­ra­tio­nen, zentra­le Horn­haut­di­cke, Vertie­fung der poste­rio­ren Horn­haut und Horn­haut­dich­te-Werte evalu­iert. Die Dicke des Horn­hau­t­epi­thels wurde mittels Spec­tral Domain-OCT gemessen.

Der Spear­man Rank Korre­la­ti­ons-Koef­fi­zi­ent zeigte eine mode­ra­te Korre­la­ti­on zwischen dem BCVA und Kontrast­sen­si­ti­vi­tät (ρ = ‑0,66, P < 0,001). Bei eini­gen Pati­en­ten konnte ein guter BCVA bei aller­dings redu­zier­ter Kontrast­emp­find­lich­keit erreicht werden. Eine Logistic-Regres­si­ons­anayl­se zeigte, dass Alter, zentra­le Horn­haut­di­cke, Vertie­fung der poste­rio­ren Horn­haut und epithe­lia­le Verdi­ckung nega­tiv mit der Kontrast­emp­find­lich­keit asso­zi­iert waren, nicht aber mit dem BCVA.

Die Autoren der Studie schlos­sen aus ihren Ergeb­nis­sen, dass die Kontrast­sen­si­ti­vi­tät ein nütz­li­ches Tool für die Erfas­sung visu­el­ler Dysfunk­ti­on sein könnte. (ak)

Autoren: Okumura N et al.
Korrespondenz: drpp@snmail.org
Studie: Clinical, Morphological, and Optical Correlates of Visual Function in Patients With Fuchs Endothelial Corneal Dystrophy
Quelle: Cornea. 2022 Feb 1;41(2):171-176.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002814

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