Fuchs­sche Endotheldystrophie

Descemet-Stripping als Behandlungsoption einer chronischen Descemet-Membran-Abhebung

5. Mai 2020

PALO ALTO (Bier­mann) – Eine Pati­en­tin mit Fuchs­scher Endo­thel­dys­tro­phie stell­te sich mit einer bereits sechs Monate andau­ern­den sekto­ra­len Desce­met-Membran-Abhe­bung nach Kata­rakt-Opera­ti­on und einem darüber liegen­den Horn­haut­ödem vor. Die Spalt­lam­pen­mi­kro­sko­pie zeigte einen mode­ra­ten Zell­ver­lust mit einer gemes­se­nen Endo­thel­zell­dich­te von 929 Zellen/mm am betrof­fe­nen Auge. Eine intra­ca­me­ra­le Luft­in­jek­ti­on hatte im Vorfeld zu keiner Besse­rung geführt. Aus diesem Grund wurde ein sekto­ra­les Desce­met-Strip­ping (Desce­met Strip­ping only, DSO) durch­ge­führt. Post­ope­ra­tiv erhielt die Pati­en­tin Netar­su­dil und Pren­iso­lon als topi­sche Thera­pie. Im weite­ren Verlauf zeigte sich eine allmäh­li­che Befund­bes­se­rung und eine Rück­bil­dung des Horn­haut­ödems bis zur zehn­ten Woche post­ope­ra­tiv. Im achten post­ope­ra­ti­ven Monat wurde eine Endo­thel­zell­dich­te von 675 Zellen/mm gemessen.

Eine DSO könnte damit unter Umstän­den eine Thera­pie­op­ti­on in bestimm­ten Fällen mit post­ope­ra­ti­ver Horn­haut­de­kom­pen­sa­ti­on sein. (ak)

Autoren: Hirabayashi KE et al.
Korrespondenz:  lincc@stanford.edu
Studie: Descemet Stripping Only for a Chronic Descemet Detachment After Cataract Surgery.
Quelle: Cornea. 2020 Mar;39(3):379-381.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002195

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