Früh­ge­bo­re­nen­re­ti­no­pa­thie

Geringes Geburtsgewicht als bedeutender Risikofaktor

9. August 2021

MIAMI (Bier­mann) – Das Verständ­nis der Entwick­lung einer Früh­ge­bo­re­nen­re­ti­no­pa­thie (ROP) ist entschei­dend, um Säug­lin­ge mit einem hohen Risiko zu iden­ti­fi­zie­ren und die Inzi­denz von ROP im schwe­ren Stadi­um zu redu­zie­ren. Insbe­son­de­re ein Geburts­ge­wicht <750 Gramm sei einer der bedeu­ten­den Risi­ko­fak­to­ren für eine behand­lungs­be­dürf­ti­ge ROP, resü­mie­ren die Autoren in ihrem Beitrag, der im „Ameri­can Jour­nal of Ophthal­mo­lo­gy“ veröf­fent­licht wurde.

Für ihre Arbeit berück­sich­tig­ten die Autoren Kinder, die zwischen 1990 und 2019 auf der neona­ta­len Inten­siv­sta­ti­on des Jack­son Memo­ri­al Hospi­tal in Miami konse­ku­tiv retro­spek­tiv auf ROP unter­sucht wurden. Betrach­tet wurden Säug­lin­ge mit <32 Schwan­ger­schafts­wo­chen oder einem Geburts­ge­wicht von 1500 Gramm. Zwischen dem 1. Januar 1990 und dem 20. Juni 2019 wurden insge­samt 25.567 Unter­su­chun­gen durch­ge­führt und 7.436 Pati­en­ten einge­schlos­sen. Die longi­tu­di­na­len Trends über drei Jahr­zehn­te zeig­ten eine abneh­men­de Inzi­denz der ROP (p<0,05). Während das mitt­le­re Geburts­ge­wicht und die Schwan­ger­schafts­wo­chen über drei Jahr­zehn­te anstie­gen, zeig­ten Pati­en­ten mit einer ROP im Laufe der Zeit ein nied­ri­ge­res Geburts­ge­wicht und weni­ger Schwan­ger­schafts­wo­chen (p<0,05).

Die Präva­lenz von Früh­chen mit einem Körper­ge­wicht <750 Gramm stieg im Laufe der Zeit an. Diese Früh­chen zeig­ten eine zuneh­men­de Schwe­re der Zonen- und Stadi­en­ein­tei­lung (p<0,05). Die Progres­si­ons­ra­te der ROP in die Krank­heits­sta­di­en 4 und 5 hat im Laufe der Zeit abge­nom­men, was mit der zuneh­men­den Akzep­tanz einer intra­vit­rea­len Beva­ci­zumab-Thera­pie asso­zi­iert war.

(isch)

Autoren: Berrocal AM et al.
Korrespondenz: Audina M. Berrocal; aberrocal@med.miami.edu
Studie: Retinopathy of Prematurity: Advances in the Screening and Treatment of Retinopathy of Prematurity Using a Single Center Approach
Quelle: Am J Ophthalmol 2021 Jul 20:S0002-9394(21)00383-4.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2021.07.016

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