Frühes Glau­kom und Peri­me­trie

Zentralste Defekte sind von Bedeutung

6. Januar 2021

KOLKATA (Bier­mann) Um im frühen Glau­kom­sta­di­um der Bedeu­tung peri­me­tri­scher Fakto­ren bei fehler­haf­ten Test­punk­ten im zentra­len 5° 24–2 Gesichts­feld (VF) Gewicht zu verlei­hen, sollte bei diesen Augen zusätz­lich ein 10–2VF durch­ge­führt werden. Damit könn­ten Schwe­re und funk­tio­nel­le Folgen auf die zentrals­ten VF-Defek­te besser beur­teilt werden, so das Ergeb­nis einer aktu­el­len Quer­schnitts­stu­die.

Die Autoren unter­stri­chen den wesent­li­chen Zusam­men­hang zwischen einem VF-Defekt inner­halb der zentrals­ten 4 Punkte im 24–2VF und dem bei einem 10–2VF in Bezug auf den anfäng­li­chen Defekt im 24–2VF.

Im Rahmen der Studie unter­such­ten die Forscher 29 Augen (28 Pati­en­ten), welche einen Defekt in mindes­tens 1 Punkt (p<1%) inner­halb der zentra­len 5° bei 3 aufein­an­der­fol­gen­den 24–2VFs aufwie­sen (CMVFD; central-most visual field defect).

10–2VFs wurden nach Schwe­re­grad der Defek­te in 3 Grup­pen einge­teilt: tief bogen­för­mig, parti­ell bogen­för­mig und mini­mal. Anhand des Mann-Whit­ney-Tests vergli­chen die Autoren die peri­me­tri­schen Para­me­ter­un­ter­schie­de zwischen 24–2VFs mit CMVFD und 10–2VFs bezo­gen auf den anfäng­li­chen Defekt. CMVFD wurde von den Autoren bei 82% der Augen, vorwie­gend in der oberen Gesichts­feld­hälf­te (86%), beob­ach­tet. Bogen­för­mi­ge Defek­te im 10–2VF (72%) fanden die Forscher gleich­wohl am häufigs­ten in den oberen Quadran­ten (82%). Die tief bogen­för­mi­ge Gruppe zeigte eine signi­fi­kant schlech­te­re mitt­le­re Abwei­chung (MD=-9,1 ± 4) und Muster­stan­dard­ab­wei­chung (PSD=10,7±2,1dB) als die ande­ren 2 Grup­pen (alle p<0,001). Im zentra­len 5° 24–2VF ergab sich in der tief bogen­för­mi­ge Gruppe eine stark verrin­ger­te Defekt­tie­fe (-26dB bis -35dB) und Empfind­lich­keit (<0 bis 10dB). Dort zeigte die Schwel­len­wert­emp­find­lich­keit und die Defekt­tie­fe gleich­wohl einen signi­fi­kan­ten Unter­schied zwischen der tief bogen­för­mi­gen- und den beiden ande­ren Grup­pen (p<0,001).

(tt)

Autoren: Chakravarti T et al.
Korrespondenz: Tutul Chakravarti; titirchakravarti@gmail.com
Studie: Central-most Visual Field Defects in Early Glaucoma
Quelle: J Glaucoma 02.12.2020 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1097/IJG.0000000000001747

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