Exsu­da­ti­on während der Pegcet­aco­plan-Thera­pie bei geogra­phi­scher Atrophie

Vermehrt bei Double-Layer-Signs und Exsudation im Partnerauge

10. November 2021

HOUSTON (Bier­mann) – Wie die Autoren einer Post-hoc-Analy­se der Phase-II-Studie (Filly) zu dem intra­vit­re­al appli­zier­tem Komple­ment-C3-Inhi­bi­tor Pegcet­aco­plan bei geogra­phi­scher Atro­phie (GA) gezeigt haben, verlang­samt Pegcet­aco­plan die Wachs­tums­ra­te von GA, ist jedoch mit einer erhöh­ten Inzi­denz von exsu­da­ti­ver alters­ab­hän­gi­ger Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on (eAMD) asso­zi­iert. Eine eAMD im Part­ner­au­ge zu Studi­en­be­ginn, und das Auftre­ten eines Double-Layer-Signs (DLS; flache Pigmen­t­epi­thel­ab­he­bung ohne intra- oder subre­ti­na­ler Flüs­sig­keit) im Studi­en­au­ge scheint ebenso mit einer erhöh­ten Inzi­denz einer eAMD im Studi­en­au­ge verbun­den zu sein.

Die Forscher nahmen 246 Pati­en­ten mit GA bei trocke­ner AMD in die Studie auf. Den Pati­en­ten wurde entwe­der monat­lich 15 mg intra­vit­rea­les Pegcet­aco­plan oder Place­bo oder jeden 2. Monat Pegcet­aco­plan über 12 Monate inji­ziert, gefolgt von einer 6‑monatigen Behandlungspause.

Als wich­tigs­te Para­me­ter legte die Arbeits­grup­pe den Zeit­punkt des Auftre­tens einer eAMD im Studi­en­au­ge, eine eAMD im Part­ner­au­ge, DLS im Studi­en­au­ge (OCT), Verän­de­run­gen der anato­mi­schen Netz­haut­be­fun­de in der OCT und der FAG sowie Verän­de­run­gen der Sehschär­fe fest.

Die Forscher ermit­tel­ten über den Zeit­raum von 18 Mona­ten in 26 Studi­en­au­gen Exsu­da­ti­on. Die mitt­le­re Zeit bis zur eAMD-Diagno­se betrug 256 Tage (Bereich 31–555 Tage). Ein höhe­rer Anteil an Pati­en­ten mit eAMD im Part­ner­au­ge (p=0,016) und einem DLS im Studi­en­au­ge (p=0,0001) entwi­ckel­te eine eAMD. 18 der 26 Studi­en­au­gen (69%) hatten am Part­ner­au­ge eine eAMD und bei 19 der 26 Augen (73,1%) lag ein DLS zu Studi­en­be­ginn vor, vergli­chen mit 76 von 217 Studi­en­au­gen (35%; p=0,0007) bzw. 70 von 215 Studi­en­au­gen (32,5%; p<0,0001), bei denen sich keine eAMD entwickelte.

Die Entwick­lung von eAMD hatte keinen nennens­wer­ten Einfluss auf die BCVA und alle Pati­en­ten spra­chen auf eine Anti-VEGF-Thera­pie an.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das Sicher­heits­pro­fil von Pegcet­aco­plan weiter­hin akzep­ta­bel erscheint, um mit Phase-III-Studi­en ohne Anpas­sung der Aufnah­me­kri­te­ri­en fortzufahren.

(tt)

Autoren: Wykoff CC et al.
Korrespondenz: Charles C Wykoff; charleswykoff@gmail.com
Studie: Characterizing New-Onset Exudation in the Randomized Phase 2 FILLY Trial of Complement Inhibitor Pegcetacoplan for Geographic Atrophy
Quelle: Ophthalmology 2021; Sep;128(9):1325-1336.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.ophtha.2021.02.025

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