Druseno­ide Pigmen­t­epi­thel­ab­he­bung und nieder­en­er­ge­ti­sche LK

Langzeitergebnisse müssen abgewartet werden

1. April 2022

SEOUL (Bier­mann) – Bei einer druseno­iden Pigmen­t­epi­thel­ab­he­bung (dPED) besteht ein erhöh­tes Risiko für eine Progres­si­on zu einer geogra­phi­schen Atro­phie (GA). Die Autoren einer aktu­el­len Arbeit haben nun gezeigt, dass eine nieder­en­er­ge­ti­sche Laser­ko­agu­la­ti­on (LK) – zur Anre­gung der natür­li­chen Rege­ne­ra­ti­ons­pro­zes­se des RPE ­– zwar zu einer Verrin­ge­rung der Drusen­flä­che und der dPED-Höhe mit verbes­ser­ter best­kor­ri­gier­ter Sehschär­fe (BCVA) führt, die Progres­si­ons­ra­te jedoch gestei­gert bleibt.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 21 thera­pi­e­nai­ve Pati­en­ten mit bila­te­ra­ler inter­me­diä­rer AMD und dPED sowie einer BCVA ≤83 EDTRS-Buch­sta­ben in ihre prospek­ti­ve Studie ein. Beim Studi­en­au­ge wurde eine nieder­en­er­ge­ti­sche Mikro­puls-LK (532-nm-Nd:YAG) durch­ge­führt.  Zusätz­lich erfolg­te eine prophy­lak­ti­sche 3‑monatliche intra­vit­rea­le Injek­ti­on mit dem VEGF-Inhi­bi­tor Beva­ci­zumab bis Monat 12, um das Risiko für eine choro­ida­le Neovasku­la­ri­sa­ti­ons­mem­bran zu vermin­dern. Das Part­ner­au­ge diente als Kontrollauge.

Die Arbeits­grup­pe analy­sier­te nach 24 Mona­ten die Behand­lungs­er­geb­nis­se, das Sicher­heits­pro­fil sowie die Entwick­lung einer Progression.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich die mitt­le­re Drusen­flä­che in der Studi­en­grup­pe um 82,7±2,7% sowie die mitt­le­re Höhe der dPED um 88,2±4,7% redu­zier­ten, während beide Para­me­ter in der Kontroll­grup­pe etwas anstie­gen (um 12,8±3,1% bzw.19,1±4,6%; beide Verglei­che p<0,001). Ebenso stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass sich die BCVA in der Studi­en­grup­pe um 5,11±1,35 Buch­sta­ben im Vergleich zur Kontroll­grup­pe (0,83±1,03 Buch­sta­ben) signi­fi­kant verbes­ser­te (p=0,014).

Demge­gen­über zeig­ten 67% der Studi­en­au­gen (12/18) nach 24 Mona­ten eine inkom­plet­te para­fovea­le Atro­phie der äuße­ren Netz­haut und des RPE (iRORA) und 22% (4/18) eine komplet­te RORA, wohin­ge­gen jeweils 17% der Kontrollau­gen (je 3/18) eine iRORA und cRORA entwi­ckel­ten (p=0,010; p=0,791).

Die Autoren beto­nen abschlie­ßend, dass Lang­zeit­stu­di­en erfor­der­lich sind, um die Wirk­sam­keit und Sicher­heit der Behand­lung weiter abzuklären.

(tt)

Autoren: Kim HM et al.
Korrespondenz: Kyu Hyung Park; jiani4@snu.ac.kr
Studie: Laser and anti-vascular endothelial growth factor treatment for drusenoid pigment epithelial detachment in age-related macular degeneration: 24-month outcomes
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2022; Mar 21 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s00417-022-05625-6

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.