DMEK

Postoperative anatomische Veränderungen des Vorderkammervolumens nachgewiesen

31. Mai 2021

KANAGAWA (Bier­mann) – Bei flacher Vorder­kam­mer mit engem Kammer­win­kel kann häufi­ger eine Reduk­ti­on des Vorder­kam­mer­vo­lu­mens und eine hyper­ope Refrak­ti­ons­än­de­rung nach erfolg­rei­cher DMEK beob­ach­tet werden. Zu diesem Schluss kommen japa­ni­sche Ophthal­mo­lo­gen im Rahmen ihrer Studie an 25 pseu­do­pha­ken Augen von 25 Pati­en­ten, welche sich einer DMEK unter­zie­hen mussten.

Prä- und post­ope­ra­tiv wurden best­kor­ri­gier­ter Bril­len­vi­sus, sphä­ri­sches Äqui­va­lent (SE), Vorder­kam­mer­vo­lu­men (ACV), Vorder­kam­mer­tie­fe (ACD), zentra­le Horn­haut­di­cke (CCT) und Skleral­sporn-Winkel (SSA) mittels Vorder­kam­mer-OCT analy­siert. Weiter­hin wurden ein Score für Iris­schä­den und ein Score für poste­rio­re Synechi­en erho­ben. Als ∆ wurde der durch­schnitt­li­che Unter­schied zwischen prä- und post­ope­ra­ti­ven Werten nach einem Monat bzw. für das SE nach 6–12 Mona­ten defi­niert. Weiter­hin wurden Korre­la­tio­nen zwischen ∆ACV, ∆SE und ande­ren Fakto­ren ermittelt.

Im Vergleich zum präope­ra­ti­ven ACV (128 +/- 28 mm3) hatte sich das post­ope­ra­ti­ve AVT signi­fi­kant auf 155 +/- 21 mm3 (P < 0,.001) verrin­gert. Für das SE lag der Unter­schied bei  +1,01 +/- 1,09 dpt. ∆ACV war nega­tiv korre­liert mit dem präope­ra­ti­ven ACD (R = 0,643, P < 0,001) und SSA (R = 0,555, P = 0,001) sowie posi­tiv korre­liert mit ∆ACD (R = 0,799, P < 0,001) und ∆SSA (R = 0,608, P < 0,001). Keine signi­fi­kan­te Korre­la­ti­on mit ∆ACV ergab sich für ∆CCT, Iris­schä­di­gung und poste­rio­re Synechi­en. ∆SE war posi­tiv korre­liert mit ∆ACV, ∆ACD und ∆SSA (R = 0,680, 0,455 und 0,478; P < 0,001, < 0,05 und < 0,05).
(ak)

Autoren: Onouchi H et al.
Korrespondenz: oh102988@tsc.u-tokai.ac.jp
Studie: Anatomical Changes in the Anterior Chamber Volume After Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty
Quelle: Cornea. 2021 Jun 1;40(6):690-695.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002535

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