Diabe­ti­sches Maku­la­ö­dem und neue Sandwich-Lasertechnik

Kurze Pulsdauer und geringe Intensität führen zu gutem Wirksamkeitsprofil

13. Juni 2022

RIBEIRAO PRETO (Bier­mann) – Bei der neuar­ti­gen „Sand­wich-Tech­nik“ (SWiT) handelt es sich um ein Laser­ver­fah­ren mit 2 photo­ther­mi­schen Ansät­zen, welche das reti­na­le Pigmen­t­epi­thel (RPE) bei Pati­en­ten mit Diabe­ti­schem Maku­la­ö­dem (DMÖ) stimu­lie­ren sollen. Laut den Autoren der Arbeit werden hier­bei mithil­fe der halb­au­to­ma­ti­schen Pascal (Patter-Scanning-Laser)-Einheit Laser­her­de mit kurzer Puls­dau­er (SPD; 10 ms) gesetzt und mit einer unter­schwel­li­gen Laser­mo­da­li­tät im Endpoint-Manage­ment ([EpM]; Titrie­rung der Laser­en­er­gie auf 30% der noch sicht­ba­ren Laser­ef­fek­te) kombi­niert, um eine morpho­lo­gi­sche Photo­re­pa­ra­tur bei gleich­zei­tig suble­ta­ler ther­mi­scher Schä­di­gung zu ermöglichen.

In ihre retro­spek­ti­ve Studie schlos­sen die Wissen­schaft­ler 37 Patienten/Augen mit DMÖ und fovea­ler Betei­li­gung ein, bei denen im Zeit­raum April 2017 bis Juni 2021 eine SWiT-Laser­the­ra­pie erfolgte.

Es wurde eine mitt­le­re Anzahl von 200 (Bereich 50–400) SPD-Laser­her­den (OCT-geführt) auf den verdick­ten juxta- und perif­ovea­len Bereich, 500 µm vom Zentrum entfernt, appli­ziert. Nach­fol­gend wurde (diesen Bereich einbe­zo­gen) eine mitt­le­re Anzahl von 1000 EpM-Laser­her­den (800‑1200) auf ein 3000 µm brei­tes Areal um die Makula und 300 µm vom Zentrum entfernt, gesetzt.

Die Arbeits­grup­pe über­prüf­te die Befun­de vor und nach dem Eingriff, insbe­son­de­re die best­kor­ri­gier­te Sehschär­fe (BCVA) sowie die zentra­le Netz­haut­di­cke (CST), die mithil­fe der Spec­tral-Domain-OCT (SD-OCT) erho­ben wurde.

Die mitt­le­re Nach­be­ob­ach­tungs­zeit betrug 19,2 Monate (2–60 Monate).

Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich die mitt­le­re CST von 456,95±37,0 µm zu Studi­en­be­ginn auf 272,09±9,1 µm bei der fina­len Kontrol­le redu­zier­te (p<0,0001). Ebenso stieg die mitt­le­re BCVA von 0,71±0,29 logMAR auf 0,54±0,26 logMAR an (p=0,003).

Insge­samt wiesen 35 der 37 Pati­en­ten (94,6%) eine Verbes­se­rung der CST und der BCVA auf. Zudem stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass sich die Häufig­keit erfor­der­li­cher Behand­lun­gen mit Anti-VEGF während des Studi­en­zeit­raums verringerte.

(tt)

Autoren: Cardillo JA et al.
Korrespondenz: Miguel R Jorge; rjorge@fmrp.usp.br
Studie: Pascal short-pulse plus subthreshold endpoint management laser therapy for diabetic macular edema: the "sandwich technique"
Quelle: Int J Retina Vitreous 2022; Jun 2;8(1):32.
Web: dx.doi.org/10.1186/s40942-022-00381-5

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.