Diabe­ti­sches Maku­la­ö­dem und Afli­ber­cept im T&E‑Regime

Gutes Wirksamkeitsprofil bei geringer Therapielast

10. Januar 2022

TAIPEH (Bier­mann) – Bei einem Diabe­ti­schen Maku­la­ö­dem (DMÖ) mit fovea­ler Betei­li­gung liefert die intra­vit­rea­le Phar­ma­ko­the­ra­pie mit Afli­ber­cept im Treat-and-Extend(T&E)-Schema im Anschluss an eine konse­quen­te monat­li­che Anfangs­the­ra­pie nach 1 Jahr ein sehr gutes klini­sches Ergeb­nis bei gerin­ger Behand­lungs­be­las­tung für den Pati­en­ten. Zu diesem Ergeb­nis sind die Autoren einer aktu­el­len Unter­su­chung aus Taiwan gekommen.

In ihre 52-wöchi­ge offene, prospek­ti­ve, multi­zen­tri­sche Inter­ven­ti­ons­stu­die schlos­sen die Wissen­schaft­ler im Zeit­raum August 2015 bis Novem­ber 2017 insge­samt 45 Pati­en­ten (Durch­schnitts­al­ter 63,7 ± 8,3 Jahre) mit zentrums­in­vol­vier­tem DMÖ ein. Zu den Einschluss­kri­te­ri­en zähl­ten ein best­kor­ri­gier­ter Visus (BCVA) zwischen 73–24 ETDRS-Buch­sta­ben (dezi­mal 0,05–0,6) sowie eine zentra­le Netz­haut­di­cke (CST) >300 µm.

Die Pati­en­ten erhiel­ten ein 5‑monatliches Upload mit 2 mg intra­vit­rea­lem Afli­ber­cept, gefolgt von einem T&E‑Regime mit 4‑wöchentlicher Erhöhung/Verringerung des Injek­ti­ons­in­ter­valls über 48 Wochen (maxi­ma­les Inter­vall 12 Wochen).

Die Arbeits­grup­pe legte als Haupt­end­punk­te die Verän­de­rung der BCVA und der CST bis Woche 52, zusätz­li­che morpho­lo­gi­schen Ergeb­nis­se und Para­me­ter der Thera­pielast fest.

Die Forscher ermit­tel­ten eine mitt­le­re BCVA von 58,3 (0,3 dezi­mal) ± 8,3 Buch­sta­ben und CST von 434,4 ± 116,8 µm zu Thera­pie­be­ginn. In Woche 52 konsta­tier­ten sie einen BCVA-Gewinn von +8,3 ± 9,3 Buch­sta­ben und eine Verrin­ge­rung der CST um ‑138,2 ± 150 µm (beide p<0,001).

Darüber hinaus stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass 22% der Pati­en­ten (10/45) ≥15 Buch­sta­ben gewan­nen, 14% (6/45) eine Verbes­se­rung des ETDRS-Schwe­re­grad-Scores um ≥2 Level erreich­ten und 51% der Fälle (23/45) nach 1 Jahr gegen­über 13% der Pati­en­ten (6/45) zu Studi­en­be­ginn eine trocke­ne Retina aufwiesen.

Insge­samt beob­ach­te­ten die Exper­ten bei 87% der Pati­en­ten (39/45), die ab Woche 20 im T&E‑Schema thera­piert werden konn­ten, eine Krank­heits­sta­bi­li­tät. Nach­fol­gend erreich­ten 89% der Pati­en­ten (40/45) ab Woche 52 das maxi­ma­le Therapieintervall.

Die mitt­le­re Anzahl Injek­tio­nen im Zeit­raum von 1 Jahr betrug 7,7 ± 1,5.

(tt)

Autoren: Sheu SJ et al.
Korrespondenz: Shih-Jen Chen; sjchen@vghtpe.gov.tw
Studie: One-year outcomes of the treat-and-extend regimen using aflibercept for the treatment of diabetic macular edema
Quelle: J Chin Med Assoc 2021; Dec 21 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1097/JCMA.0000000000000680

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