Diabe­ti­sches Makulaödem

Prognosefaktoren für das Ergebnis einer selektiven Retina-Therapie

22. Januar 2020

OSAKA (Bier­mann) – 6 Monate nach einer selek­ti­ven Retina-Thera­pie (SRT) des diabe­ti­schen Maku­la­ö­dems (DME) ist die zentra­le Maku­la­di­cke (CMT) signi­fi­kant ernied­rigt, so das Ergeb­nis einer retro­spek­ti­ven Studie. Des Weite­ren unter­such­te die Arbeits­grup­pe aus Osaka und Lübeck die prädik­ti­ven Fakto­ren für das klini­sche Ergeb­nis. Posi­tiv auswir­ken könne sich demnach ein Insu­lin­ge­brauch in der Vorge­schich­te sowie eine panre­ti­na­le Laser­ko­agu­la­ti­on. Eine voran­ge­gan­ge­ne Makula-Laser­ko­agu­la­ti­on könne sich hinge­gen nega­tiv auf den Ausgang der SRT auswir­ken, so die Autoren.

Die Studie umfass­te 22 Augen von 22 Pati­en­ten mit DME (15 Männer und 7 Frauen), die an der Augen­kli­nik des Osaka City Univer­si­ty Hospi­tal mit SRT behan­delt und mindes­tens 6 Monate nach­be­ob­ach­tet wurden. Das Durch­schnitts­al­ter war 64 Jahre (40–81). 13 der 22 Augen hatten zuvor eine andere Behand­lung als eine SRT erhalten.

Behan­delt wurde mit einem SRT-Laser (527 nm, 1,7 μs, 100 Hz). Die Verän­de­run­gen der best­kor­ri­gier­ten Sehschär­fe (BCVA; logMAR) und die CMT wurden zu Studi­en­be­ginn, nach 3 und nach 6 Mona­ten mittels opti­scher Kohä­renz­to­mo­gra­phie gemes­sen. Fakto­ren, die mit der Ände­rungs­ra­te der CMT 3 und 6 Monate nach der SRT asso­zi­iert waren, wurden eben­falls untersucht.

Die mitt­le­re BCVA betrug zu Beginn 0,26 ±0,31, nach 3 Mona­ten 0,22 ±0,27 und nach 6 Mona­ten 0,23 ±0,29 (p=0,15 bei 3 Mona­ten, p=0,40 bei 6 Mona­ten; vergli­chen mit Base­li­ne). Die mitt­le­re CMT betrug zu Beginn 502 ±163 μm, nach 3 Mona­ten 493 ±204 μm bzw. 416 ±185 μm nach 6 Mona­ten (p=0,69 bei 3 Monate, p=0,01 bei 6 Mona­ten; vergli­chen mit Baseline).

Die multi­va­ria­te Analy­se ergab eine signi­fi­kan­te nega­ti­ve Asso­zia­ti­on mit einer voran­ge­gan­ge­nen Laser­ko­agu­la­ti­on der Makula (p=0,03) nach 3 Mona­ten und eine posi­ti­ve Asso­zia­ti­on mit einem Insu­lin­ge­brauch in der Vorge­schich­te (p=0,02) und einer voran­ge­gan­ge­nen panre­ti­na­len Laser­ko­agu­la­ti­on (p=0,03) 6 Monate nach der SRT.

(isch)

Autoren: Yamamoto M et al.
Korrespondenz: Manabu Yamamoto; shidai.srtmaia@gmail.com
Studie: Predictive factors of outcome of selective retina therapy for diabetic macular edema
Quelle: Int Ophthalmol 2020 Jan 16.
Web: https://doi.org/10.1007/s10792-020-01288-6

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