Diabe­ti­sches Maku­la­ö­dem mit versus ohne seröse Ablatio

Studie ermittelt wichtige OCT- und OCT-A-Charakteristika

17. August 2022

YANGZHOU (Bier­mann) Den Autoren einer aktu­el­len Arbeit zufol­ge besteht bei Pati­en­ten mit Diabe­ti­schem Maku­la­ö­dem (DMÖ) ein erhöh­tes Risiko für eine seröse Netz­haut­ab­lö­sung (SRD), wenn bestimm­te Verän­de­run­gen der maku­lä­ren Morpho­lo­gie und Mikro­zir­ku­la­ti­on vorlie­gen, die als patho­ge­ne­ti­sche Prädik­to­ren einge­setzt werden können.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen im Zeit­raum März bis Novem­ber 2020 insge­samt 81 Pati­en­ten (100 Augen) mit DMÖ (zentra­le Maku­la­di­cke [CMT] ≥300 µm) in ihre retro­spek­ti­ve Studie ein und teil­ten die Kohor­te in die Gruppe mit (n=60) sowie ohne SRD (n=40) auf.

Die Arbeits­grup­pe analy­sier­te mithil­fe der OCT die CMT, die zentra­le Netz­haut­di­cke (CRT), die subfovea­le Dicke der Choro­idea (SFCT), die Anzahl hyper­re­flek­tie­ren­der Foci (HF) in der gesam­ten Retina, den inne­ren und äuße­ren Schich­ten sowie dem subre­ti­na­len Raum, die Inte­gri­tät der Ellip­so­id-Zone (EZ) und der Membra­na limitans exter­na (ELM) sowie das Vorhan­den­sein einer Desor­ga­ni­sa­ti­on der inne­ren Netz­haut­schich­ten (DRIL). Zusätz­lich bewer­te­ten die Forschen­den mittels der OCT-Angio­gra­phie (OCT‑A) die Fläche der fovea­len avasku­lä­ren Zone (FAZ), die Gefäß­dich­te (VD) im ober­fläch­li­chen (SCP) und tiefen (DCP) Kapil­lar­ple­xus sowie in der Chorio­ka­pil­la­ris (CC).

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die SRD- im Vergleich zur Nicht-SRD-Gruppe eine größe­re CMT (p=0,002) und SFCT (p=0,028), eine gerin­ge­re CRT (p<0,001) sowie eine höhere Anzahl an HF in der gesam­ten Retina, den äuße­ren Schich­ten sowie dem subre­ti­na­len Raum (p<0,001) aufwies. Ebenso zeig­ten die SRD-Augen einen stär­ke­ren Anteil an EZ- sowie ELM-Desin­te­gri­tät (p<0,039 und p<0,001). Des Weite­ren lag in der SRD-Gruppe eine größe­re VD in der CC (p=0,037) vor, während kein signi­fi­kan­ter Unter­schied in Bezug auf die Fläche der FAZ sowie auf die VD im DCP und SCP beider Grup­pen bestand.

Zudem korre­lier­te die SRD mit der ELM-Desin­te­gri­tät ( =26,930; p<0,001), der Anzahl an HF in der komplet­ten und äuße­ren Retina bzw. dem subre­ti­na­len Raum (OR 0,707; 0,263; 0,995; p<0,001) sowie mit der SFCT (OR 0,992; p=0,031).

(tt)

charakteristika/(16.8.)
Autoren: Xu M et al.
Korrespondenz: Fang Chen; cfyzsbyy@163.com
Studie: Characteristics of macular morphology and microcirculation in diabetic macular edema patients with serous retinal detachment
Quelle: BMC Ophthalmol 2022; Jul 11;22(1):299.
Web: dx.doi.org/10.1186/s12886-022-02523-7

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