Diabe­ti­sches Makulaödem

Intravitreales Dexamethason-Implantat kann zentrale Ischämie verbessern

29. November 2021

ISTANBUL (Bier­mann) – Ein intra­vit­rea­les Dexa­me­tha­son-Implan­tat führt bei einem Diabe­ti­schen Maku­la­ö­dem (DMÖ) zu einer signi­fi­kan­ten Flächen­ab­nah­me der fovea­len avasku­lä­ren Zone (FAZ) im tiefen reti­na­len Kapil­lar­ple­xus mit einer Reduk­ti­on der para­fovea­len Gefäß­dich­te (VD). Signi­fi­kan­te Verän­de­run­gen der VD im peri­pa­pil­lä­ren Bereich treten nicht auf. Das schrei­ben die Autoren einer aktu­el­len Studie und resü­mie­ren, dass ein intra­vit­rea­les Dexa­me­tha­son-Implan­tat die Makula-Ischä­mie bei einem DMÖ ohne signi­fi­kan­te Auswir­kun­gen auf das peri­pa­pil­lä­re Mikro­ge­fäß­sys­tem verbes­sern kann.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 31 Pati­en­ten (31 Augen), die aufgrund eines DMÖ mit einem intra­vit­rea­lem Dexa­me­tha­son-Implan­tat behan­delt wurden, in ihre Studie ein. Die Arbeits­grup­pe führte vor (T0) sowie 1 Monat (T1), 2 Monate (T2) und 4 Monate (T4) post injec­tio­n­em eine Swept-Source (SS)-OCT und eine SS-OCT-Angio­gra­phie durch. Die Forschen­den berech­ne­ten den Bereich der FAZ des ober­fläch­li­chen und tiefen reti­na­len Kapil­lar­ple­xus (SCP und DCP) mittels Abgren­zung des FAZ-Berei­ches. Zusätz­lich wurde die VD des SCP und DCP sowie der Chorio­ca­pil­la­ris (CC) im Makula- und peri­pa­pil­lä­rem Bereich auto­ma­tisch gemessen.

Die Reti­no­lo­gen ermit­tel­ten eine nicht signi­fi­kan­te Reduk­ti­on der Fläche der FAZ des SCP nach der Dexa­me­tha­son-Injek­ti­on (p=0,846). Demge­gen­über stell­ten die Forscher im Vergleich zur T0-Messung eine signi­fi­kant gerin­ge­re Fläche der FAZ des DCP zur T1-Kontrol­le (p=0,013), T2-Kontrol­le (P=0,031) sowie zur T4-Kontrol­le (p=0,029) fest. Darüber hinaus konsta­tier­ten die Exper­ten eine signi­fi­kan­te Verrin­ge­rung der mitt­le­ren para­fovea­len VD im SCP (p=0,004) sowie im DCP (0,005) nach der Dexa­me­tha­son-Implan­ta­ti­on. Die peri­pa­pil­lä­re VD in den reti­na­len Kapil­lar­ple­xus und der CC wies dage­gen keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de nach der Injek­ti­on auf.

(tt)

Autoren: Ozcalıskan S et al.
Korrespondenz: Sehnaz Ozcalιskan; drsehnaz@yahoo.com
Studie: Macular and peripapillary microvasculature after dexamethasone injection in diabetic macular edema
Quelle: Eur J Ophthalmol 2021; Nov 12;11206721211057695.
Web: dx.doi.org/10.1177/11206721211057695

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