Diabe­ti­sche Reti­no­pa­thie mit Neovaskularisationsglaukom

Anti-VEGF-Injektion vor einer Vitrektomie verbessert Erfolgsrate

30. August 2022

YANGZHOU (Bier­mann) – Dem Autoren­duo einer neuen Veröf­fent­li­chung aus China zufol­ge führt eine Pars-plana-Vitrek­to­mie (ppV) bei Pati­en­ten mit einer proli­fe­ra­ti­ven Diabe­ti­schen Reti­no­pa­thie (PDR) mit kompli­zie­ren­dem Neovasku­la­ri­sa­ti­ons­glau­kom (NVG) zu besse­ren Ergeb­nis­sen und gerin­ge­ren Kompli­ka­tio­nen, wenn einige Tage vor dem Eingriff eine intra­vit­rea­le Injek­ti­on (IVI) mit einem VEGF-Inhi­bi­tor erfolgt.

In ihre retro­spek­ti­ve Studie schlos­sen die Wissen­schaft­ler insge­samt 78 Pati­en­ten mit PDR und NVG ein, bei denen im Zeit­raum Juli 2019 bis Dezem­ber 2020 entwe­der eine allei­ni­ge ppV (n=38; Kontroll­grup­pe) oder eine ppV, der 7 Tage präope­ra­tiv eine IVI mit Rani­bi­zumab (n=40; RBZ-Gruppe) voran­ge­gan­gen war, durch­ge­führt wurde.

Die Arbeits­grup­pe legte als Haupt­end­punkt die chir­ur­gi­sche Erfolgs­ra­te (voll­stän­di­ger Erfolg: IOD<21 mmHg ohne Einsatz von Antig­lau­kom­a­to­sa [AGM]; quali­fi­zier­ter Erfolg: IOD<21 mmHg mit AGM) nach 6 Mona­ten fest, die sie defi­nier­te als voll­stän­di­ge Erfolgs­fäl­le + quali­fi­zier­te Erfolgs­fäl­le geteilt durch Gesamt­fäl­le x 100%. Zusätz­li­che Endpunk­te umfass­ten die Kompli­ka­ti­ons­ra­te, die best­kor­ri­gier­te Sehschär­fe (BCVA), den Augen­in­nen­druck (IOD), die Dicke der Fovea (FT) sowie die Spie­gel an VEGF im Kammer­was­ser prä- sowie 6 Monate postoperativ.

Die Forscher ermit­tel­ten in der RBZ- gegen­über der Kontroll­grup­pe eine signi­fi­kant höhere chir­ur­gi­sche Erfolgs­ra­te als in der Kontroll­grup­pe ([38/40]; 95,00% vs. 78,95%; [30/38]; p=0,034) sowie eine signi­fi­kant besse­re BCVA, gerin­ge­re FT und nied­ri­ge­re Spie­gel an VEGF 6 Monate post­ope­ra­tiv (alle p<0,01). Ebenso zeigte sich die Verrin­ge­rung des IOD bei den RBZ-Augen (von 46,7 initi­al auf 17,3 mmHg final) signi­fi­kant gestei­ger­ter als bei den Kontrollau­gen (von 47,3 auf 19,1 mmHg; p<0,01). Des Weite­ren stell­ten die Reti­no­lo­gen in der RBZ-Gruppe im Vergleich zur Kontroll­grup­pe eine insge­samt gerin­ge­re Kompli­ka­ti­ons­ra­te (10,0% vs. 28,95%; p=0,033) fest, die Glas­kör­per­blu­tun­gen (1 vs. 4), Abla­tio­nes (0 vs. 2) sowie intrao­ku­lä­re Hypo­to­ni­en (3 vs. 5) beinhaltete.

(tt)

Autoren: Zhao X et al.
Korrespondenz: Yakun Wang; wangyakunuu@163.com
Studie: Prognostic Evaluation of Vitrectomy Assisted by Lucentis in Diabetic Retinopathy and Neovascular Glaucoma
Quelle: Evid Based Complement Alternat Med 2022; Aug 1;2022:4127293.
Web: dx.doi.org/10.1155/2022/4127293

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