Diabe­tes mellitus

Erkrankung beeinflusst optische Dichte der Hornhaut

13. August 2020

DRESDEN (Bier­mann) – Eine chro­ni­sche Hyper­gly­kämie verur­sacht morpho­lo­gi­sche und funk­tio­nel­le Horn­haut­ver­än­de­run­gen. Für einen guten Visus ist eine klare Horn­haut essen­ti­ell. Eine Dres­de­ner Studi­en­grup­pe ging der Frage nach, inwie­fern ein Diabe­tes auch die opti­sche Dichte der Horn­haut beein­flus­sen kann. 

Einge­schlos­sen wurden 76 Pati­en­ten mit Diabe­tes melli­tus und 65 gesun­de Proban­den. Bei allen einge­schlos­se­nen Perso­nen wurde mittels Penta­cam HR die Horn­haut­dich­te (corne­al optic densi­ty, COD) sowie die Horn­haut­di­cke zentral und in weite­ren Berei­chen gemes­sen. Zusätz­lich wurden bei den an Diabe­tes erkrank­ten Pati­en­ten der Diabe­tes-Typ, das Vorhan­den­sein von diabe­ti­scher Retino- und/oder Makulo­pa­thie und der HbA1c-Wert in die Bewer­tung einbezogen.

Nahezu alle Horn­haut­dich­te­mes­sun­gen in allen Horn­haut­schich­ten und Horn­haut­be­rei­chen erwie­sen sich bei Pati­en­ten mit Diabe­tes melli­tus als redu­ziert im Vergleich zu Gesun­den (P < 0,05). Weiter­hin zeigte sich eine inver­se Korre­la­ti­on der COD mit den HbA1c-Werten (r = ‑0,424, P = 0,044) und mit dem Stadi­um der diabe­ti­schen Reti­no­pa­thie (r = ‑0,271, P = 0,019). Pati­en­ten mit diabe­ti­scher Makulo­pa­thie wiesen eine nied­ri­ge­re COD auf als Pati­en­ten ohne Makulo­pa­thie (16,5 +/- 5,6 bzw. 21 +/- 7,6, P = 0,031). Bei Pati­en­ten mit Typ1-Diabe­tes zeigte sich eine gerin­ge­re COD als bei Pati­en­ten mit Typ 2‑Diabetes (16,1 +/- 5,1 bzw. 20,8 +/- 7,5, P = 0,035). In beiden Grup­pen stie­gen mit dem Alter die COD-Werte an (Diabe­ti­ker: r = 0,336, P = 0,003; Kontroll­grup­pe: r = 0,679, P < 0,001).

(ak)

Autoren: Ramm L et al.
Korrespondenz: lisa.ramm@uniklinikum-dresden.de
Studie: Corneal Densitometry in Diabetes Mellitus
Quelle: Cornea. 2020 Aug;39(8):968-974.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002310

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