Cornea­le Ringsegmente

Explantation hauptsächlich aufgrund von refraktiven Problemen notwendig

20. März 2021

ALICANTE (Bier­mann) – Spani­sche Ophthal­mo­lo­gen gingen in einer kürz­lich veröf­fent­lich­ten Multi­cen­ter-Studie der Frage nach, aus welchen Grün­den intrastroma­le Ring­seg­men­te (ICRS) explan­tiert werden müssen. Zudem war die Inzi­denz derar­ti­ger Eingrif­fe von Interesse.

Einge­schlos­sen wurden Fälle aus den letz­ten zehn Jahren. Die analy­sier­ten klini­schen Daten beinhal­te­ten das Alter des Pati­en­ten bei Explan­ta­ti­on, Gründe für die Implan­ta­ti­on, Grund der Explan­ta­ti­on, Zeit­punkt von Implan­ta­ti­on und der Explan­ta­ti­on, die einge­setz­te Tunnel-Tech­nik und den ICRS-Typ.
Insge­samt wurde bei 119 Pati­en­ten (121 Augen) eine Explan­ta­ti­on der ICRS vorge­nom­men. Das entsprach einer Explan­ta­ti­ons-Rate von 5,60%.

Häufigs­ter Grund waren Funk­ti­ons­feh­ler der ICRS-Versor­gung (74 Augen, 61,16%). Bei 48 dieser Augen (39,67%) wurde die Explan­ta­ti­on aufgrund des Refrak­ti­ons­feh­lers und bei 26 Augen (21,49%) wegen einer aufgrund eines schlech­ten Visus vorge­nom­men Kera­to­plas­tik vorgenommen.

Bei 47 Augen (38,84%) erfolg­te die Explan­ta­ti­on aufgrund anato­mi­scher Proble­me. Davon war bei 36 Augen (29,75%) eine spon­ta­ne ICRS-Extru­si­on aufge­tre­ten, Bei sieben Augen (5,79%) bestand der Verdacht auf eine infek­tiö­se Kera­ti­tis. Bei drei Augen (2,48%) kam es zum Einschmel­zen der Horn­haut und in einem Fall (0,83%) zu einer Hornhautperforation.

Augen mit mildem Kera­to­ko­nus waren anfäl­li­ger für eine Visus­min­de­rung als Grund für die ICRS-Explan­ta­ti­on. Die spon­ta­ne Extru­si­on kam häufi­ger bei Augen mit einem fort­ge­schrit­te­nen Kera­to­ko­nus vor.
(ak)

Autoren: D´Oria F et al.
Korrespondenz: jlalio@vissum.com.
Studie: Incidence and Reasons for Intrastromal Corneal Ring Segment Explantation
Quelle: Am J Ophthalmol. 2021 Feb;222:351-358.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2020.09.041

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