Cornea­le Endothelzellen

Aus nach DMEK-Präparation verworfenen Geweberesten können corneale Endothelzellen kultiviert werden

23. Oktober 2019

LONDON (Bier­mann) – Cornea­le Endo­thel­zel­len, welche im Rahmen der Präpa­ra­ti­on von Spen­der­horn­häu­ten für eine Prel­oa­ded-DMEK verwor­fen werden müss­ten, können für eine Endo­thel­zell­kul­tur genutzt werden. Dies fanden briti­sche Forscher heraus, indem sie die Gewebe von 15 voll­stän­di­gen Horn­häu­ten  (11,00 mm) und die Peri­phe­rie von für eine DMEK-Präpa­ra­ti­on genutz­ten Horn­häu­ten (2,75 mm) kultivierten.

Nach Präpa­ra­ti­on und Verbrin­gen in ein spezi­el­les Kultur­me­di­um wurde regel­mä­ßig Lebens­fä­hig­keit, Morpho­lo­gie, Tight-Junc­tions, Zell-Area und Anzahl der proli­fe­ra­ti­ven Zellen zu beur­teilt. In beiden Grup­pen unter­schie­den sich die rele­van­ten Para­me­ter (Zusam­men­fluss­ra­te, Hexa­go­na­li­tät, Poly­mor­phis­mus, Zellare­al in µm und Ki 67) nicht (P< 0,05). Die verwor­fe­nen Gewe­be­res­te seien daher als großes Reser­voir für Endo­thel­zel­len mit proli­fe­ra­ti­vem Poten­ti­al anzusehen.

(ak)

Autoren: Parekh M et al.
Korrespondenz: m.parekh@ucl.ac.uk
Studie: Culturing Discarded Peripheral Human Corneal Endothelial Cells From the Tissues Deemed for Preloaded DMEK Transplants.
Quelle: Cornea 2019 Sep;38(9):1175–1181
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000001998

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