Chro­ni­sches Engwin­kel­glau­kom und Phako mit Zyklophotokoagulation

Zusätzliche Goniosynechiolyse verbessert Wirksamkeitsprofil

19. September 2022

PEKING (Bier­mann) – Die Phako­emul­si­fi­ka­ti­on (Phako) kombi­niert mit einer Endo­zy­klo­pho­to­ko­agu­la­ti­on (ECP) stellt eine geeig­ne­te Thera­pie­op­ti­on bei Pati­en­ten mit chro­ni­schem Engwin­kel­glau­kom (CACG) dar. Einer aktu­el­len Arbeit zufol­ge verbes­sert eine zusätz­li­che endo­sko­pi­sche Gonio­syn­echio­ly­se (E‑GSL) bei peri­phe­ren ante­rio­ren Synechi­en (PAS) die Wirk­sam­keit noch einmal signifikant.

In ihre retro­spek­ti­ve nicht­ran­do­mi­sier­te Vergleichs­stu­die schlos­sen die Wissen­schaft­ler 53 Pati­en­ten (64 Augen) mit CACG, Kata­rakt und PAS von >180° ein, bei denen entwe­der eine Phako mit ECP (n=27; 32 Augen; ECP-Gruppe) oder eine Phako mit ECP und E‑GSL (n=26; 32 Augen; E‑GSL-Gruppe) erfolg­te und deren Nach­be­ob­ach­tungs­zeit ≥12 Monate betrug. Die Grup­pen waren in Bezug auf das Alter, die Sehschär­fe (VA) und den Augen­in­nen­druck (IOD) zu Studi­en­be­ginn ange­passt. Die Arbeits­grup­pe über­prüf­te die Verän­de­run­gen des IOD, der VA, der Anzahl einge­setz­ter Antig­lau­kom­a­to­sa (AGM) sowie des Ausma­ßes an PAS.

Die Forscher ermit­tel­ten in der ECP-Gruppe eine signi­fi­kan­te Verbes­se­rung des mitt­le­ren IOD von 22,18±6,48 mmHg präope­ra­tiv auf 16,36±2,45 mmHg nach 12 Mona­ten, während die E‑GSL-Gruppe eine signi­fi­kant stär­ke­re Abnah­me von 22,95±6,71 mmHg auf 13,41±1,46 mmHg verzeich­ne­te (IOD-Reduk­ti­on um 26,2 vs. 41,6%; p<0,001). Die mitt­le­re VA unter­schied sich nach 12 Mona­ten nicht signi­fi­kant (p=0,058).

Demge­gen­über stell­ten die Exper­ten bei den ECP-Augen eine signi­fi­kan­te Verrin­ge­rung der einge­setz­ten AGM von 2,22±0,75 auf 0,94±0,62 nach 1 Jahr fest, wohin­ge­gen auch hier die Vermin­de­rung der AGM bei den E‑GSL-Augen signi­fi­kant gestei­ger­ter von 2,56 ±0,62 auf 0,66±0,55 ausfiel (p<0,001). Das Ausmaß an PAS lag präope­ra­tiv in der E‑GSL-Gruppe signi­fi­kant höher als in der ECP-Gruppe (296,25±71,79° vs. 248,75±71,79°; p=0,02). Nach 12 Mona­ten redu­zier­ten sich die PAS zwar auch in der ECP-Kohor­te auf 195,94±76,57°, jedoch zeigte die E‑GSL-Kohor­te eine erwar­te­te signi­fi­kant besse­re Verrin­ge­rung auf 47,81±38,75° (p<0,001).

(tt)

Autoren: Wu X et al.
Korrespondenz: Da-Jiang Wang; wangdajiang301@163.com
Studie: Outcomes of chronic angle-closure glaucoma treated by phacoemulsification and endocyclophotocoagulation with or without endoscopically goniosynechialysis
Quelle: Int J Ophthalmol 2022; Aug 18;15(8):1273-1278.
Web: dx.doi.org/10.18240/ijo.2022.08.08

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