Chro­ni­sche Chorio­re­ti­no­pa­thia centra­lis serosa mit Pigmentepithelabhebung

Anti-VEGF zeigt nur bei flacher, irregulärer Morphologie gute Wirksamkeit

7. März 2022

ZHEJIANG (Bier­mann) – Bei der Chorio­re­ti­no­pa­thia centra­lis serosa (CRCS) mit Pigmen­t­epi­thel­ab­he­bung (PED) kann der Erfolg einer Anti-VEGF-Thera­pie durch die Diffe­ren­zie­rung der morpho­lo­gi­schen Merk­ma­le und der Zyto­kin­spie­gel vorher­ge­sagt werden. Zu diesem Ergeb­nis sind die Autoren einer aktu­el­len Studie gekommen.

Die Wissen­schaft­ler nahm 88 Pati­en­ten mit chro­ni­scher CRCS und PED sowie 30 Kontroll­per­so­nen in ihre Studie auf und teilte diese in 3 Grup­pen ein. Gruppe 1 bilde­ten Pati­en­ten mit einer flachen, irre­gu­lä­ren PED (FIPED) und einer choro­ida­len Neovasku­la­ri­sa­ti­ons­mem­bran (CNV). Gruppe 2 bestand aus Pati­en­ten mit FIPED ohne CNV. Gruppe 3 umfass­te Pati­en­ten mit einer foka­len PED.

Die Forschen­den entnah­men allen Pati­en­ten vor der intra­vit­rea­len Injek­ti­on des VEGF-Inhi­bi­tors Conber­cept Kammer­was­ser­pro­ben und bestimm­ten die Zyto­kin­spie­gel von VEGF, Interleukin(IL)-6, IL‑8, IL-10, Inter­fe­ron-indu­zier­ba­rem Prote­in 10 (IP-10) und Mono­zy­ten-chemotak­ti­schem Prote­in 1 (MCP‑1).

Zusätz­lich über­prüf­te die Gruppe die Wirk­sam­keit der Thera­pie, die Verän­de­rung der best­kor­ri­gier­ten Sehschär­fe (BCVA) sowie die Befun­de der OCT zu Studi­en­be­ginn und 1 Monat nach der Behandlung.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass VEGF das einzi­ge Zyto­kin darstell­te, welches bei den Pati­en­ten mit FIPED signi­fi­kant erhöh­te Werte aufwies. Es zeig­ten sich keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de zwischen den FIPED-Grup­pen 1 und 2 ± CNV (p=0,234).

Ebenso fiel die Erfolgs­ra­te 1 Monat nach der Conber­cept-Injek­ti­on bei den FIPED-Pati­en­ten ± CNV signi­fi­kant höher aus als dieje­ni­ge bei den Pati­en­ten mit foka­ler PED (p<0,05).

Des Weite­ren stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass sich die BCVA in beiden FIPED-Grup­pen signi­fi­kant verbes­ser­te (p<0,05), während die Gruppe mit foka­ler PED keine signi­fi­kan­te Verän­de­rung aufwies (p=0,180).

Demge­gen­über verrin­ger­te sich die zentra­le Maku­la­di­cke in allen Grup­pen signi­fi­kant (p<0,05), wohin­ge­gen sich die Höhe der PED nur bei den FIPED-Pati­en­ten signi­fi­kant redu­zier­te (p<0,05).

(tt)

Autoren: Mao J et al.
Korrespondenz: Lijun Shen; slj@mail.eye.ac.cn
Studie: Predictors of anti-VEGF efficacy in chronic central serous chorioretinopathy based on intraocular cytokine levels and pigment epithelium detachment subtypes
Quelle: Acta Ophthalmol 2022; Feb 4 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1111/aos.15109

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