Chorio­re­ti­no­pa­thia centra­lis serosa

Günstiges Ansprechen auf erweiterten Anti-VEGF-Upload

9. März 2020

MÜNCHEN (Bier­mann) – Eine chorio­ida­le Neovasku­la­ri­sa­ti­on (CNV) ist eine mögli­che Kompli­ka­ti­on bei der chro­ni­schen Chorio­re­ti­no­pa­thia centra­lis serosa (CCS) und kann zu einem schlech­te­ren visu­el­len Ergeb­nis führen. Eine Münch­ner Arbeits­grup­pe bestimm­te nun in einer retro­spek­ti­ven Daten­bank­ana­ly­se die anato­mi­schen und funk­tio­nel­len Ergeb­nis­se eines erwei­ter­ten 6‑monatigen intra­vit­rea­len Uploads mit Anti-vasku­lä­rem endo­the­lia­len Wachs­tums­fak­tor (Anti-VEGF) bei CNV infol­ge einer chro­ni­schen CCS. Dabei zeigte sich, dass ein erwei­ter­ter Anti-VEGF-Upload mit 6 aufein­an­der­fol­gen­den Injek­tio­nen wirk­sam zu sein scheint, um eine CNV-Umbil­dung und Flüs­sig­keits­re­sorp­ti­on bei einer CNV zu induzieren.

Die Analy­se wurde unter Anwen­dung der folgen­den Einschluss­kri­te­ri­en durch­ge­führt: Diagno­se einer chro­ni­schen CCS, Diagno­se einer sekun­dä­ren CNV und Behand­lung mit mindes­tens 6 aufein­an­der­fol­gen­den Anti-VEGF-Injek­tio­nen. Zu den Outco­me-Para­me­tern gehör­ten die Ände­rung der mitt­le­ren Fovea­di­cke, der Pigmen­t­epi­thel­ab­he­bung sowie die Ände­rung der Sehfunktion.

21 Augen von 21 Pati­en­ten wurden einge­schlos­sen. Das mitt­le­re Pati­en­ten­al­ter betrug 65 ±8,3 Jahre, 35% der Pati­en­ten (n=8) waren weib­lich. Die mitt­le­re Krank­heits­dau­er vor der Diagno­se einer CNV betrug 48 ±25,3 Monate.

Die mitt­le­re zentra­le Fovea­di­cke nahm nach der sechs­ten Injek­ti­on von 346 ±61 auf 257 ±57 μm (p<0,01) ab, während sich die mitt­le­re Sehschär­fe von 0,65 ±0,35 auf 0,49 ± 0,29 verbes­ser­te (logMAR; p<0,01).

Bemer­kens­wer­ter­wei­se ergab ein größe­rer Upload von 6 im Gegen­satz zu 3 Injek­tio­nen eine zusätz­li­che mitt­le­re Reduk­ti­on der zentra­len Netz­haut­di­cke (280 ±46 μm vs. 257 ±57 μm, p=0,038). Eine signi­fi­kan­te CNV-Umbil­dung wurde als Abnah­me der Pigmen­t­epi­thel­ab­he­bung (PED) im verti­ka­len (p=0,021) und hori­zon­ta­len Durch­mes­ser (p=0,024) sowie in der PED-Höhe (p<0,01) beobachtet.

Um Stan­dard-Manage­ment­emp­feh­lun­gen zu defi­nie­ren, seine weite­re prospek­ti­ve Studi­en erfor­der­lich, so die Autoren abschließend.

(isch)

Autoren: Schworm B et al.
Korrespondenz: Benedikt Schworm; benedikt.schworm@med.uni-muenchen.de
Studie: Response of neovascular central serous chorioretinopathy to an extended upload of anti-VEGF agents
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2020; Feb 28.
Web: https://doi.org/10.1007/s00417-020-04623-w

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