Chorio­re­t­ini­tis centra­lis serosa

Behandlungseffekt von photodynamischer Therapie und Mikropulslaser untersucht

24. März 2020

LEIDEN (Bier­mann) – Eine Arbeits­grup­pe um den Erst­au­tor Thomas van Rijs­sen ging der Frage nach, ob eine Behand­lung der chro­ni­schen Chorio­re­t­ini­tis centra­lis serosa (CCS) mit photo­dy­na­mi­scher Thera­pie (PDT) und Mikro­puls­la­ser („high-densi­ty subth­res­hold micro­pul­se laser“, HSML) zu Ände­run­gen des chorio­ida­len Vasku­la­ri­täts­in­dex (CVI) führt, welche den Behand­lungs­ef­fekt erklä­ren können. Die Auswer­tung zeigte: PDT und HSML beein­flus­sen den CVI nicht signi­fi­kant. Daher sei eine CVI-Ände­rung mögli­cher­wei­se nicht primär für den Behand­lungs­ef­fekt verant­wort­lich, schluss­fol­gern die Autoren. Der posi­ti­ve Behand­lungs­ef­fekt beider Inter­ven­tio­nen könne auf ande­ren Mecha­nis­men beru­hen, so ihre Vermu­tung. In ihre Über­le­gun­gen bezie­hen die Autoren mögli­che Effek­te auf die Chorio­ca­pil­la­ris oder auf die Funk­ti­on des reti­na­len Pigmen­t­epi­thels mit ein.

Für die prospek­ti­ve Evalua­ti­on werte­ten die Autoren die Studi­en­da­ten des PLACE-Trials von einer Pati­en­ten-Subgrup­pe mit chro­ni­scher CCS aus, die in Leiden, Nieder­lan­de, behan­delt wurden. Die Pati­en­ten erhiel­ten entwe­der eine Half-Dose-PDT- oder eine HSML-Behand­lung. Der CVI des betrof­fe­nen und nicht betrof­fe­nen Auges wurde vor der Behand­lung, 6 bis 8 Wochen nach der Behand­lung und 7 bis 8 Monate nach der Behand­lung bestimmt.

Zu Studi­en­be­ginn betrug der mitt­le­re (± SD) CVI für die gesam­te Studi­en­po­pu­la­ti­on 0,6034 ±0,0346, und bei der letz­ten Nach­un­ter­su­chung 0,6025 ±0,0310 (Δ –0,09). Die Ände­rung des CVI beim Vergleich des CVI vor und nach der Behand­lung für die beiden kombi­nier­ten Grup­pen war nicht signi­fi­kant (p=0,452).

Eine Subana­ly­se mit PDT oder HSML wurde eben­falls durch­ge­führt. Die mitt­le­re (± SD) Ände­rung des CVI in der HSML-Gruppe zwischen Base­li­ne und Evalu­ie­rungs­be­such betrug –0,0093 ±0,032 (p=0,127). Pati­en­ten in der PDT-behan­del­ten Gruppe hatten einen mini­ma­len, nicht signi­fi­kan­ten Anstieg des CVI von 0,0025 ±0,037 (p=0,723). In der HSML-Gruppe gab es zwischen Base­li­ne und fina­lem Besuch eine mitt­le­re Ände­rung des CVI von 0,011 (p=0,118) und in der PDT-Gruppe von –0,013 (p=0,080).

Sowohl in der HSML-Gruppe (p=0,885) als auch in der PDT-Gruppe (p=0,904) gab es zu den gemes­se­nen Zeit­punk­ten keine signi­fi­kan­te Korre­la­ti­on zwischen dem CVI und dem best­kor­ri­gier­ten Visus. Darüber hinaus traten zu keinem Zeit­punkt signi­fi­kan­te Verän­de­run­gen des CVI im nicht betrof­fe­nen Auge auf.

(isch)

Autoren: van Rijssen TJ et al.
Korrespondenz: Camiel Boon; c.j.f.boon@lumc.nl
Studie: Prospective evaluation of changes in choroidal vascularity index after half-dose photodynamic therapy versus micropulse laser treatment in chronic central serous chorioretinopathy
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2020; Mar 13.
Web: https://doi.org/10.1007/s00417-020-04619-6

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