Charak­te­ri­sie­rung und Prognose

Glaskörper-Einblutung infolge einer polypoiden choroidalen Vaskulopathie

11. Januar 2021

PEKING (Bier­mann) – Die Durch­bruch­blu­tung in den Glas­kör­per ist eine proble­ma­ti­sche Kompli­ka­ti­on bei der poly­po­iden choro­ida­len Vaskulo­pa­thie (PCV). Für eine besse­re Progno­se seien eine Pars-Plana-Vitrek­to­mie sowie zusätz­li­che Inter­ven­tio­nen erfor­der­lich, so das Fazit der Studi­en­au­toren aus China.

Pati­en­ten mit einer PCV-Diagno­se wurden retro­spek­tiv von Januar 2005 bis März 2020 am Peking Union Medi­cal Colle­ge Hospi­tal unter­sucht und Fälle mit Glas­kör­per-Einblu­tung analy­siert. Zusätz­lich führ­ten die Autoren eine Subgrup­pen-Analy­se in Bezug auf eine pachy­cho­ro­ida­le PCV sowie nicht pachy­cho­ro­ida­le PCV durch.

Unter den 722 Pati­en­ten mit PCV (834 Augen) wurden 103 Augen mit einem Durch­bruch (12,4%) einge­schlos­sen. Die Pars-Plana-Vitrek­to­mie und geeig­ne­te weite­re Eingrif­fe konn­ten den best­kor­ri­gier­ten Visus (BCVA) von logMAR 2,15 ±0,48 (Snel­len 20/2825) auf 1,65 ±0,67 (20/893) signi­fi­kant verbes­sern. Eine hämor­rha­gi­sche Netz­haut­ab­lö­sung (RD), die zentra­le Maku­la­di­cke (CMT) und der BCVA base­li­ne waren Fakto­ren, die mit dem fina­len BCVA asso­zi­iert waren (p<0,05).

In der pachy­cho­ro­ida­len PCV-Gruppe waren die Pati­en­ten jünger, alle hatten eine hämor­rha­gi­sche Pigmen­t­epi­thel­ab­he­bung (PED) mit einer höhe­ren Präva­lenz von choro­ida­ler vasku­lä­rer Hyper­per­mea­bi­li­tät und hämor­rha­gi­scher RD, einer dicke­ren subfovea­len choro­ida­len Dicke und einer dünne­ren CMT. Außer­dem war die initia­le Pars-Plana-Vitrek­to­mie kompli­zier­ter; es muss­ten mehr zusätz­li­che Opera­tio­nen durch­ge­führt werden.

In der nicht pachy­cho­ro­ida­len PCV-Gruppe erhiel­ten mehr Augen eine Anti-VEGF- oder photo­dy­na­mi­sche Thera­pie (haupt­säch­lich fibro­vasku­lä­re PED). Der BCVA und der Status des zwei­ten Auges waren signi­fi­kant schlechter.

Für den fina­len okulä­ren Status erhiel­ten mehr Augen in der nicht pachy­cho­ro­ida­len PCV-Gruppe eine Anti-VEGF-Mono­the­ra­pie, während in der pachy­cho­ro­ida­len PCV-Gruppe mehr Augen stabil waren. Die choro­ida­len Para­me­ter dieser beiden Grup­pen waren alle signi­fi­kant unterschiedlich.

(isch)

Autoren: Zhao XY et al.
Korrespondenz: You-xin Chen; ChenYX@pumch.cn
Studie: The Incidence, Characteristics, Management, Prognosis and Classification of Breakthrough Vitreous Hemorrhage Secondary to Polypoidal Choroidal Vasculopathy
Quelle: Retina 2020 Dec 31.
Web: https://doi.org/10.1097/IAE.0000000000003098

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