Buph­thal­mus

Sekundäres Linsenkolobom als Folge eines unbehandelten kongenitalen Glaukoms

26. September 2019

CHANDIGARH (Bier­mann) – Okulä­re Fehl­bil­dun­gen werden hier­zu­lan­de in aller Regel im Rahmen von Vorsor­ge­un­ter­su­chun­gen detek­tiert. In Ländern mit weni­ger umfas­sen­der Gesund­heits­vor­sor­ge kann es jedoch dazu kommen, dass schwer­wie­gen­de Augen­er­kran­kun­gen erst deut­lich zu spät auffal­len.

In einer indi­schen Augen­kli­nik wurde daher ein 5-jähri­ger Junge vorge­stellt, bei welchem eine Visus­ver­schlech­te­rung beid­seits inner­halb der letz­ten 8 Monate und eine Vergrö­ße­rung beider Augen bereits seit dem 2. Lebens­jahr aufge­fal­len war.

Klinisch fanden sich beid­seits große Augen mit „limbal stret­ching“ und Haab-Striae sowie ein Linsen­ko­lo­bom mit Linsen­auf­fäl­lig­kei­ten supra­tem­po­ral, defek­ten Zonulafa­sern sowie Linsen­ko­lo­bom und fehlen­den Zonulafa­sern im infra­tem­po­ra­len Quadran­ten rechts. Zusätz­lich wurde ein fort­ge­schrit­te­ner Papil­len­scha­den fest­ge­stellt. Die behan­deln­den Ärzte führ­ten die Linsen­ver­än­de­run­gen im Sinne eines sekun­dä­ren Kolo­boms auf die durch die Augap­fel­ver­grö­ße­rung entste­hen­den Kräfte bei Buph­thal­mus zurück.

(ak)

Autoren: Dhingra D et al.
Korrespondenz: Sushmita Kaushik; sushmita_kaushik@yahoo.com
Studie: Neglected Congenital Glaucoma With Lens Coloboma
Quelle: J Glaucoma 2019 Aug;28(8):e140–e142.
Web: https://doi.org/10.1097/IJG.0000000000001288

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