Berli­ner Alters­stu­die II

Ophthalmologischer Gesundheitszustand einer alternden Bevölkerung

6. August 2019

BERLIN (Bier­mann) – Das Sehver­mö­gen älte­rer Menschen kann durch typi­sche alters­be­ding­te Erkran­kun­gen wie Kata­rakt und Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on beein­träch­tigt werden. Eine Arbeits­grup­pe aus Aachen und Berlin hat nun eine Studie durch­ge­führt, um den ophthal­mo­lo­gi­schen Gesund­heits­zu­stand von jünge­ren und älte­ren Menschen in einer Kohor­ten­stu­die mit Bewoh­nern eines Ballungs­raums zu verglei­chen (Berli­ner Alters­stu­die II [BASE-II]). Dabei wurde deut­lich, dass die Präva­lenz von Augen­krank­hei­ten und die Beein­träch­ti­gung des Sehver­mö­gens mit zuneh­men­dem Alter zunimmt. Obwohl 98% der älte­ren Proban­den von Augen­krank­hei­ten berich­tet haben, scheint die subjek­ti­ve Lebens­qua­li­tät in gerin­ge­rem Maße beein­träch­tigt zu sein.

Insge­samt wurden 1.655 Teil­neh­mer (805 Männer) ab 60 Jahren und 494 Teil­neh­mer (232 Männer) zwischen 22 und 48 Jahren aus der Berli­ner Alters­stu­die II in die Analy­se einbe­zo­gen. Die Proban­den wurden an 2 Tagen unter­sucht. Erfasst wurden zurück­lie­gen­de Augen­er­kran­kun­gen sowie die Lebens­qua­li­tät mittels Frage­bo­gen zur visu­el­len Funk­ti­on (VFQ-25), Brechung, Fern- und Nahschär­fe, Tono­me­trie und Farb­se­hen.

Ältere Proban­den schnit­ten in Bezug auf Fern- und Nahsicht, Farb­se­hen und visu­el­le Lebens­qua­li­tät im Vergleich zu jungen Proban­den signi­fi­kant schlech­ter ab. Der Augen­in­nen­druck zeigte keinen signi­fi­kan­ten Unter­schied zwischen den Grup­pen. Ein weite­res Ergeb­nis der Studie war, dass Einzel­per­so­nen sich bestehen­der Augen­krank­hei­ten häufig nicht bewusst sind.

(isch)

Autoren: Bergholz R et al.
Korrespondenz: Richard Bergholz; richard.bergholz@charite.de
Studie: Ophthalmologic health status of an aging population-data from the Berlin Aging Study II (BASE-II)
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 2019 Jul 23.
Web: https://doi.org/10.1007/s00417-019-04386-z

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.