Bei Endo­thel­ver­sa­gen

DMEK auch bei pädiatrischen Patienten mögliche Therapieoption

11. August 2021

TAMIL NADU (Bier­mann) – Die DMEK (Desce­met membra­ne endo­the­li­al kera­to­plas­ty) ist bei Kindern eine heraus­for­dern­de, bisher nicht häufig durch­ge­führ­te Opera­ti­on, deren frühe Ergeb­nis­se aber durch­aus viel­ver­spre­chend sind.

Zu diesem Ergeb­nis kommt eine indi­sche Studie, in welcher der post­ope­ra­ti­ve Verlauf einer DMEK bei fünf Augen von fünf Pati­en­ten im Alter von 9,2 +/- 3,42 Jahren unter­sucht wurde. Zwei der Augen erhiel­ten eine non-Desce­met strip­ping endo­the­lia­le Kera­to­plas­tik. Unter­sucht wurden unter ande­rem die Verbes­se­rung der Horn­haut-Trans­pa­renz, der Visus, die Pachy­me­trie und intra- und post­ope­ra­ti­ve Kompli­ka­tio­nen. Ein primä­res Trans­plan­tat­ver­sa­gen wurde defi­niert als fehlen­des Aufkla­ren de Horn­haut­ödems trotz gut anlie­gen­dem Trans­plan­tat in der Vorderkammer-OCT.
Der mitt­le­re präope­ra­ti­ve Visus lag bei 1,93 +/- 0,25 logMAR und verbes­ser­te sich post­ope­ra­tiv auf 0,98 +/- 0,29 (95% Konfidenzintervall/CI, P = 0,03). Anato­mi­scher Erfolg, d.h. ein gut anlie­gen­des Trans­plan­tat mit einem Aufkla­ren der Horn­haut und Abnah­me der Horn­haut­di­cke, zeigte sich bei vier von fünf Augen (80%). Ein Auge zeigte ein primä­res Versa­gen des Trans­plan­tats. Zwei der fünf Augen benö­tig­ten ein Rebubb­ling (40%). Die durch­schnitt­li­che Pachy­me­trie bei erfolg­rei­cher Trans­plan­ta­ti­on redu­zier­te sich von 1094,5 +/- 101,5 µm auf 619,25 +/- 150,3 µm (P = 0,03).

Zusam­men­fas­send erwies sich die DMEK als mögli­che Option in der Thera­pie von pädia­tri­schen Pati­en­ten mit Endothelversagen.(ak)

Autoren: Srinivasan B et al.  
Korrespondenz: drbsn@snmail.org
Studie: Pediatric Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty
Quelle: Am J Ophthalmol2021 Jul;227:12-17
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2021.02.011

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