Auto­im­mu­ne Uvei­tis posterior

Retinaler Blutfluss stellt visuellen Biomarker dar

7. Februar 2022

HANGZHOU (Bier­mann) – Die Autoren einer aktu­el­len Arbeit haben gezeigt, dass die reti­no­cho­ro­ida­le Gefäß­dich­te (VD) bei Pati­en­ten mit auto­im­mu­ner Uvei­tis poste­rior insge­samt deut­lich redu­ziert ist und vor allem im tiefen Kapil­lar­ple­xus (DCP) mit der best­kor­ri­gier­ten Sehschär­fe (BCVA) korreliert.

Die Wissen­schaft­ler über­prüf­ten retro­spek­tiv medi­zi­ni­sche Aufzeich­nun­gen, insbe­son­de­re Aufnah­men der OCT-Angio­gra­phie (OCT‑A) und die BCVA zu 65 Patienten/Augen mit poste­rio­rer Auto­im­mun-Uvei­tis (akut 32; chro­nisch 33). Die Kontroll­grup­pe bilde­ten 65 gesun­de Kontroll­per­so­nen (NC).

Die Arbeits­grup­pe verglich folgen­de Para­me­ter zwischen akut uvei­ti­schen, chro­nisch uvei­ti­schen und norma­len Augen: zentra­le Maku­la­di­cke (CMT), Netz­haut­di­cke, Fläche der fovea­len avasku­lä­ren Zone (FAZ), fovea­le Dichte 300 µm (FD-300) und VD.

Zusätz­lich bewer­te­te die Gruppe die VD in der Chorio­ca­pil­la­ris, der äuße­ren Retina, der Papil­le, dem gesam­ten und para­fovea­len ober­fläch­li­chen Kapil­lar­ple­xus (SCP) und DCP. Mithil­fe der Korre­la­ti­ons­ana­ly­se über­prüf­ten die Ophthal­mo­lo­gen die Bezie­hung zwischen BCVA und den quan­ti­ta­ti­ven OCT-A-Befunden.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die CMT und die Netz­haut­di­cke in den Uvei­tis­grup­pen gegen­über der HC signi­fi­kant verdickt waren (p<0,05), während im Gebiet der FAZ kein Unter­schied bestand. Des Weite­ren stell­ten die Exper­ten fest, dass in den uvei­ti­schen Augen die FD-300 sowie die VD der Papil­le, des gesam­ten und para­fovea­len SCP und DCP sowie der Chorio­ca­pil­la­ris signi­fi­kant verdünnt waren im Vergleich zu den HC-Augen (p<0,05). Demge­gen­über erwies sich die VD der äuße­ren Reti­na­schich­ten und der Chorio­ca­pil­la­ris nur in Augen mit akuter Uvei­tis signi­fi­kant verrin­gert gegen­über den HC-Augen (p<0,05).

Darüber hinaus beob­ach­te­ten die Reti­no­lo­gen, dass die VD aller CP und der äuße­ren Reti­na­schich­ten signi­fi­kant mit der BCVA korre­lier­te, während sich die gesam­te VD des DCP als der beste Vorher­sage­fak­tor für die BCVA erwies.

Die Autoren resü­mie­ren, dass die VD bei poste­rio­rer Inflamma­ti­on (stadi­um­ab­hän­gig) verrin­gert ist und sich zur Verlaufs­kon­trol­le gut eignet.

(tt)

Autoren: Shen J et al.
Korrespondenz: Lei Feng; leifeng@zju.edu.cn
Studie: Novel Findings of Retinal and Choroidal Features Utilizing Optical Coherence Tomography Angiography Analysis in Patients With Autoimmune Posterior Uveitis
Quelle: Front Med (Lausanne) 2022; Jan 11;8:801036.
Web: dx.doi.org/10.3389/fmed.2021.801036

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