Augen­ober­flä­chen­ge­sund­heit

Sport verbessert Tränenfilmsekretion und -stabilität

25. Februar 2022

HONGKONG (Bier­mann) – Wie die Autoren einer aktu­el­len Arbeit schrei­ben, kann eine gute körper­li­che Fitness durch regel­mä­ßi­ges Trai­ning zu einer Verbes­se­rung der Tränen­film­funk­ti­on führen.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 52 Studen­ten ohne Befund eines trocke­nen Auges in ihre Studie ein. Von diesen waren 26 Sport­ler (mitt­le­res Alter 22,4±2,1 Jahre; 13 Frauen, 13 Männer) und 26 Nicht-Sport­ler (mitt­le­res Alter 21,8±2,1 Jahre; 9 Frauen, 17 Männer).

Die Arbeits­grup­pe über­prüf­te die Reak­ti­on der beiden Grup­pen vor und nach einer Trai­nings­ein­heit auf dem Lauf­band mit einer bis auf ein Maxi­mum gestei­ger­ten Stufe der Belast­bar­keit bis zur Erschöp­fung, gemäß dem Bruce-Proto­koll (ergo­me­tri­sche Messung der Herz-Kreis­lauf-Belas­tungs­fä­hig­keit) in Bezug auf die basale Tränen­se­kre­ti­on (Schir­mer-Test), Tränen­film­sta­bi­li­tät (Tränen­film­auf­riss­zeit [TBUT]), Sehschär­fe (VA) sowie Stereopsis.

Zusätz­lich bestimm­te die Gruppe vor und nach dem Trai­ning mithil­fe multi­pler t‑Tests mit Korrek­tur für multi­ple Verglei­che die Unter­schie­de inner­halb und zwischen den Gruppen.

Nach­fol­gend bewer­te­te sie mithil­fe der Vari­anz­ana­ly­se (ANCOVA) den Einfluss des Geschlechts der Teil­neh­mer und der Trai­nings­dau­er auf die belas­tungs­in­du­zier­ten Veränderungen.

Die Forscher ermit­tel­ten vor dem Trai­ning bis auf eine höhere TBUT in der Sport­ler­grup­pe (14,6±2,9 vs. 11,9±3,8 s; p=0,021) keine Unter­schie­de bei den Tränen­film­tests zwischen den Gruppen.

Nach dem Trai­ning wiesen die Sport­ler eine signi­fi­kan­te Verbes­se­rung der basa­len Tränen­se­kre­ti­on von 22,3±2,5 auf 25,8±1,7 mm (p<0,001) auf, während bei den Nicht-Sport­lern keine signi­fi­kan­te Verän­de­rung (21,42±2,85 auf 23,73±2,68 mm; p=0,08) vorlag. Ebenso war die TBUT nach dem Trai­ning bei den Athle­ten im Vergleich zu den Kompa­ra­to­ren signi­fi­kant gestei­gert (17,7±2,7 vs. 14,8±2,9 s; p=0,004).

Demge­gen­über beob­ach­te­ten die Forscher in beiden Grup­pen eine äqui­va­len­te Verbes­se­rung der VA, während das räum­li­che Sehen unver­än­dert blieb. Das Geschlecht hatte keinen Einfluss auf die Tests und die Belas­tungs­dau­er besaß eine mäßige Wirkung auf die Tränen­film­sta­bi­li­tät (p=0,068) zeigte.

(tt)

Autoren: Abokyi S et al.
Korrespondenz: Samuel Abokyi; sabokyi@ucc.edu.gh
Studie: Differential effect of maximal incremental treadmill exercise on tear secretion and tear film stability in athletes and non-athletes
Quelle: Exp Eye Res 2022; Jan;214:108865.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.exer.2021.108865

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