Augen­in­nen­druck­mes­sung

Einfluss auf Messergebnis durch medikamentöse Mydriasis

6. Januar 2020

MONTREAL (Bier­mann) – Eine phar­ma­ko­lo­gisch indu­zier­te Mydria­sis beein­flusst die Mess­ergeb­nis­se beim Augen­in­nen­druck (IOD). Dies ist das Ergeb­nis einer prospek­ti­ven Fall­stu­die aus Kanada, in der gesun­de Proban­den mittels Applana­ti­ons­to­no­me­trie nach Gold­mann (GAT) und trans­pal­pebra­ler Tono­me­trie (Diaton, DT) unter­sucht wurden. Außer­dem stell­ten die Studi­en­au­toren zwischen den GAT- und DT-Werten eine schlech­te Über­ein­stim­mung fest, was auf einen wesent­li­chen Unter­schied zwischen den beiden Mess­me­tho­den hinwei­se, so ihr Resümee.

In die Studie wurden 67 Proban­den ohne Glau­kom und mit norma­lem ante­rio­ren Segment in der Spalt­lam­pen­un­ter­su­chung einge­schlos­sen. Der Augen­in­nen­druck wurde vor und 45 Minu­ten nach der phar­ma­ko­lo­gi­schen Mydria­sis mittels GAT und DT gemes­sen. Ebenso wurden die zentra­le Horn­haut­di­cke (CCT) sowie weite­re Para­me­ter gesam­melt, um das Fehlen eines Glau­koms zu bestätigen.

Mit der GAT betrug der mitt­le­re IOD vor der Pupil­len­er­wei­te­rung 16,7 ±3,1 mmHg OD und 16,12 ±3,0 mmHg OS. Der mitt­le­re Unter­schied vor und nach der Dila­ta­ti­on betrug –1,1 ±2,5 mmHg am rech­ten Auge und –0,7 ±2,3 mmHg am linken Auge.

Mit der DT betrug der mitt­le­re IOD vor der Mydria­sis 12,8 ±3,8 mmHg OD und 13,2 ±3,5 mmHg OS. Der mitt­le­re Unter­schied vor und nach der Dila­ta­ti­on betrug –0,8 ±4,0 mmHg am rech­ten Auge und –0,7 ±3,6 mmHg am linken Auge. Bei der DT gab es größe­re Mess­schwan­kun­gen nach der Pupillenerweiterung.

Der mit den beiden Instru­men­ten gemes­se­ne IOD-Unter­schied war sowohl vor als auch nach der Dila­ta­ti­on statis­tisch signifikant.

(isch)

Autor: Qian CX et al.
Korrespondenz: Harissi-Dagher M; monadagher@hotmail.com
Studie: The effect of pharmacological pupillary dilation on intraocular pressure measurement
Quelle: Can J Ophthalmol 2019 Dec 24.
Web: https://doi.org/10.1016/j.jcjo.2019.10.002

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