Ante­rio­re Uvei­tis mit zysto­idem Makulaödem

SS-OCT kann potenzielle Ursache für posteriore Inflammation anzeigen

16. August 2021

ABU DHABI (Bier­mann) – Eine aktu­el­le Studie hat gezeigt, dass mithil­fe der Swept-Source-OCT (SS-OCT) eine Verbin­dung zwischen der präma­ku­lä­ren Bursa (PB) und dem Cloquet-Kanal nach­ge­wie­sen werden kann. Die Autoren vermu­ten, dass ein zysto­i­des Maku­la­ö­dem (CME) bei ante­rio­rer Uvei­tis (AU) mögli­cher­wei­se dadurch entste­hen könnte, dass Zyto­ki­ne aus dem vorde­ren Augen­ab­schnitt über den Cloquet-Kanal und einer Verbin­dung zur PB an den hinte­ren Pol gelan­gen und dort eine Inflamma­ti­on im Sinne eines CME verursachen.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 90 Pati­en­ten (mitt­le­res Alter 30,10 Jahre) mit neu diagnos­ti­zier­ter ante­rio­rer Uvei­tis sowie 45 gesun­de Kontroll­per­so­nen (mitt­le­res Alter 33,47 Jahre) in die Studie auf. Bei allen Studi­en­teil­neh­mern wurden B‑Scan-Aufnah­men mithil­fe der 16-mm-SS-OCT im 12x12 mm Bereich zentriert auf die Fovea durchgeführt.

Die Arbeits­grup­pe über­prüf­te die linea­ren SS-OCT-Scans, um die PB über der Makula sowie den Cloquet- Kanal über dem Sehner­ven­kopf zu iden­ti­fi­zie­ren. Mittels der dyna­mi­schen Bewer­tung des 12x12-mm-Berei­ches um die Fovea herum führte sie eine En-face-Messung der verti­ka­len und hori­zon­ta­len Durch­mes­ser der PB sowie der vorhan­de­nen oder fehlen­den Verbin­dung zwischen PB und Cloquet-Kanal durch.

Die Forscher ermit­tel­ten in der Kontroll­grup­pe einen mitt­le­ren Durch­mes­ser der PB in der Hori­zon­ta­len von 5,2 mm und der Verti­ka­len von 4,7 mm, wohin­ge­gen sich der mitt­le­re Durch­mes­ser sowohl hori­zon­tal als auch verti­kal bei den Pati­en­ten mit AU signi­fi­kant größer zeigte (p<0,01). Des Weite­ren stell­ten die Exper­ten fest, dass bei 37 Augen mit AU ein CME vorlag. In dieser Subgrup­pe fanden sich signi­fi­kant größe­re Durch­mes­ser der PB im Vergleich zu den beiden ande­ren Grup­pen (p<0,01). Darüber hinaus fanden die Ophthal­mo­lo­gen heraus, dass bei 75% der Gesamt­ko­hor­te eine Verbin­dung zwischen der PB und dem Cloquet-Kanal bestand, und zwar bei 51% der Augen in der Kontroll­grup­pe, bei 87% der Augen mit AU und bei 100% der Augen mit AU und CME.

(tt)

Autoren: Pichi F et al.
Korrespondenz: Francesco Pichi; ilmiticopicchio@gmail.com
Studie: An en face swept source optical coherence tomography study of the vitreous in eyes with anterior uveitis
Quelle: Acta Ophthalmol 2021; Jul 4 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1111/aos.14965

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