Alters­ab­hän­gi­ge Makuladegeneration

Korrelationstudie zwischen Drusenmorphologie und Autofluoreszenzbefunden

17. Juli 2020

LISSABON (Bier­mann) – Ophthal­mo­lo­gen aus Portu­gal haben bei Pati­en­ten mit inter­me­diä­rer alters­ab­hän­gi­ger Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on die Korre­la­ti­on zwischen der Drusen­mor­pho­lo­gie und dem Status der äuße­ren Netz­haut­schicht mittels Auto­fluo­res­zenz-Bild­ge­bung (AF) unter­sucht. Der Drusen­typ und die Morpho­lo­gie wurden mithil­fe der Farb­fun­dus­fo­to­gra­fie und der Spec­tral-Domain-Opti­schen-Kohä­renz­to­mo­gra­phie (SD-OCT) analy­siert, während die Fundus-AF für die Drusen-AF-Bewer­tung verwen­det wurde. Zusätz­li­che struk­tu­rel­le Ände­run­gen in der SD-OCT, wie die Disrup­ti­on der äuße­ren Grenz­mem­bran, der ellip­so­iden Zone und des reti­na­len Pigmentepithels/Bruchsche Membran sowie das Vorhan­den­sein einer choro­ida­len Hyper­trans­mis­si­on an entspre­chen­den Stel­len, wurden eben­falls bewer­tet und mit den Ergeb­nis­sen der Fundus-AF korre­liert. Die Korre­la­ti­on zwischen den morpho­lo­gi­schen Eigen­schaf­ten der Drusen im SD-OCT und ihrem entspre­chen­den AF-Erschei­nungs­bild wurde mittels Spear­man-Korre­la­ti­ons­ko­ef­fi­zi­ent analysiert.

Für die Korre­la­ti­ons­stu­die wurden 228 Drusen von 53 Augen bzw. 53 Pati­en­ten ausge­wer­tet, davon 130 weiche (57,02%) und 98 kuti­ku­lä­re Drusen (42,98%). 60% der Drusen waren iso-auto­fluo­res­zie­rend (n=136), 35% hyper- (n=80) und 5% hypo-auto­fluo­res­zie­rend (n=12). Die Studi­en­au­toren fanden eine posi­ti­ve Korre­la­ti­on zwischen der Drusen-AF und hyper­re­flek­ti­ven Foci (r=0,4). Die Morpho­lo­gie der äuße­ren Netz­haut­schich­ten (äußere Grenz­mem­bran, Status der ellip­so­iden Zone und Hyper­trans­mis­si­on) korre­lier­te eben­falls mit den AF-Befun­den (r=0,3).

Laut Studi­en­au­toren zeige die multi­moda­le Bild­ge­bung ein brei­tes Spek­trum ultra­struk­tu­rel­ler Verän­de­run­gen, die unter­schied­li­che Stadi­en in der Entwick­lung von Drusen wider­spie­geln können. Die Ergeb­nis­se legen nahe, dass die morpho­lo­gi­schen Eigen­schaf­ten von Drusen und die AF-Befun­de korre­lie­ren, aber auch andere Fakto­ren oder Kofak­to­ren betei­ligt sein können. Die beschrie­be­nen Korre­la­tio­nen würden helfen, neue Biomar­ker für die Progres­si­on einer nicht-exsu­da­ti­ven alters­ab­hän­gi­gen Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on zu verste­hen, so das Fazit der Autoren.

(isch)

Autoren: Flores R et al.
Korrespondenz: Rita Flores; ritamariaflores@gmail.com
Studie: Correlation Study between Drusen Morphology and Fundus Autofluorescence
Quelle: Retina 2020; Jun 26
Web: https://doi.org/10.1097/IAE.0000000000002881

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.