Alters­ab­hän­gi­ge Makuladegeneration

Hohes Drusenvolumen kann auch von menschlichen Prüfern zuverlässig bewertet werden

10. Dezember 2020

LOS ANGELES (Bier­mann) – Ein von der opti­schen Kohä­renz­to­mo­gra­fie (OCT) abge­lei­te­tes Drusen­vo­lu­men ≥0,03 mm³ ist ein Risi­ko­fak­tor für das Fort­schrei­ten der späten alters­ab­hän­gi­gen Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on (AMD). Dennoch ist dieser Para­me­ter derzeit bei den meis­ten OCT-Gerä­ten nicht verfüg­bar. Ein hohes Drusen­vo­lu­men kann jedoch auch anhand von OCT-B-Scans durch mensch­li­che Prüfer zuver­läs­sig quali­ta­tiv beur­teilt werden, so das Ergeb­nis einer Studie, die in „Eye“ veröf­fent­licht wurde. Dieser Ansatz könne bei der Bewer­tung des Progres­si­ons­ri­si­kos einer späten AMD hilf­reich sein, resü­mie­ren die Studienautoren.

Für die Studie wurden bei 100 Proban­den (200 Augen) aus der Amish-Eye-Studie mit früher oder inter­me­diä­rer AMD OTCs durch­ge­führt (Cirrus und auch Spec­tra­lis). Das Drusen-Volu­men wurde bei Cirrus auto­ma­tisch mit der Cirrus Advan­ced RPE Analy­sis-Soft­ware berech­net. Bei den Spec­tra­lis-Volu­men­scans prüf­ten zwei unab­hän­gi­ge, verblin­de­te Prüfer, ob das Drusen­vo­lu­men ≥0,03 mm³ betrug. Die Über­ein­stim­mung wurde mittels Cohens-Kappa-Koef­fi­zi­en­ten bewertet.

In die Analy­se wurden 184 Augen einbe­zo­gen. Bei 11 Augen war die Bild­qua­li­tät nicht ausrei­chend, 5 Augen dien­ten als Trai­ning für die Prüfer. Die Über­ein­stim­mung zwischen den Prüfern und der auto­ma­ti­schen Bewer­tung des Drusen­vo­lu­mens durch das Cirrus-OCT war mit K=0,88 für Prüfer 1 und K=0,82 für Prüfer 2 ausge­zeich­net. Auch die Über­ein­stim­mung zwischen den Prüfern bezeich­nen die Studi­en­au­toren mit K=0,88 als sehr gut.

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Autoren: Corvi F et al.
Korrespondenz: SriniVas R Sadda; ssadda@doheny.org
Studie: Reproducibility of qualitative assessment of drusen volume in eyes with age related macular degeneration.
Quelle: Eye (Lond). 2020;Nov 19.
Web: https://doi.org/10.1038/s41433-020-01293-0

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