Akutes refrak­tä­res primä­res Engwinkelglaukom

Trabekulektomie stellt gute Therapieoption dar

18. Februar 2022

HYDERABAD – Aus einer aktu­el­len Studie geht hervor, dass die primä­re Trabe­ku­lek­to­mie bei Pati­en­ten mit primä­rem Engwin­kel­glau­kom und akutem, thera­pie­re­frak­tä­rem Winkel­block, eine siche­re und wirk­sa­me Thera­pie­op­ti­on darstellt.

Wissen­schaft­ler nahmen 31 Pati­en­ten (35 Augen; medi­a­nes Alter 55 Jahre [Bereich 47–60 Jahre]) mit akutem Kammer­win­kel­ver­schluss, bei denen aufgrund eines nicht medi­ka­men­tös kontrol­lier­ba­ren Augen­in­nen­dru­ckes (IOD) eine Trabe­ku­lek­to­mie inner­halb von 2 Mona­ten nach Erst­vor­stel­lung durch­ge­führt wurde, in ihre retro­spek­ti­ve Studie auf.

Die Arbeits­grup­pe legte als primä­ren Endpunkt den IOD fest. Die sekun­dä­ren Endpunk­te umfass­ten die Sehschär­fe, die Anzahl einge­setz­ter Antig­lau­kom­a­to­sa (AGM), die Kompli­ka­ti­ons­ra­te sowie die Risi­ko­fak­to­ren für einen chir­ur­gi­schen Miss­erfolg. Die media­ne Nach­be­ob­ach­tungs­zeit betrug 3 Jahre (Bereich 0,5–9,0 Jahre).

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die media­ne Zeit zwischen Symptom­be­ginn und Erst­vor­stel­lung bei 10 Tagen (Bereich 4–16 Tage) und zwischen Erst­vor­stel­lung und chir­ur­gi­scher Inter­ven­ti­on bei 13 Tagen (Bereich 6–25 Tage) lag.

Des Weite­ren stell­ten die Glau­kom­spe­zia­lis­ten fest, dass sich der media­ne IOD am Ende des 1.postoperativen Jahres von 42 mmHg (Bereich 36–46 mmHg) auf 13 mmHg (Bereich 12–16 mmHg; p<0,001) und die media­ne Anzahl einge­setz­ter AGM von 3 (Bereich 1–3) auf 0 verringerte.

Darüber hinaus konsta­tier­ten die Exper­ten, dass die voll­stän­di­ge Erfolgs­ra­te nach 1 Jahr 88% (95%-KI 72–95) und die quali­fi­zier­te 97% (95%-KI 81–99) betrug. Ein chir­ur­gi­sches Thera­pie­ver­sa­gen trat bei 6 Pati­en­ten auf. Zudem beob­ach­te­ten die Ophthal­mo­lo­gen, dass bei 13 Augen (37%) nach einer media­nen Zeit­span­ne von 6,75 Jahren (Bereich 1–11 Jahre) zur Trabe­ku­lek­to­mie eine Kata­rakt­ex­trak­ti­on erfor­der­lich war.

Mithil­fe der Cox-Propor­tio­nal-Hazard-Regres­si­ons­ana­ly­se fanden die Autoren weiter­hin heraus, dass weder die über­prüf­ten prä- noch die intra- oder die post­ope­ra­ti­ven Risi­ko­fak­to­ren mit einem Thera­pie­ver­sa­gen nach der Trabe­ku­lek­to­mie asso­zi­iert waren (alle p>0,10).

(tt)

Autoren: Krishnamurthy R et al.
Korrespondenz: Rashmi Krishnamurthy; rkrishna@scripps.edu
Studie: Outcomes of trabeculectomy in eyes with refractory acute primary angle-closure in Indian eyes
Quelle: Indian J Ophthalmol 2022; Feb;70(2):580-584.
Web: dx.doi.org/10.4103/ijo.IJO_1065_21

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.