Akutes Engwin­kel­glau­kom

Inzidenz mit Gabapentineinnahme im Jahr vor der Diagnose assoziiert

8. August 2019

VANCOUVER (Bier­mann) – Eine kana­di­sche Arbeits­grup­pe hat in einer einge­bet­te­ten Fall-Kontroll-Studie erst­mals einen mögli­chen Zusam­men­hang zwischen einer Gaba­pen­tin- oder Prega­ba­lin-Einnah­me und der Inzi­denz eines akuten Engwin­kel­glau­koms unter­sucht. Dabei zeigte sich, dass die Verwen­dung von Gaba­pen­tin im Jahr vor der Diagno­se mit der Inzi­denz eines akuten Engwin­kel­glau­koms asso­zi­iert ist.

In die Studie wurden alle erwach­se­nen Pati­en­ten einge­schlos­sen, bei denen zwischen dem 1. Januar 2006 und dem 31. Dezem­ber 2016 ein akutes Engwin­kel­glau­kom auftrat und die in die Phar­Metrics-Plus-Daten­bank aufge­nom­men wurden. Der Zusam­men­hang zwischen Gaba­pen­tin- oder Prega­ba­lin-Konsum und der Inzi­denz eines akuten Engwin­kel­glau­koms wurde mithil­fe eines kondi­tio­na­len logis­ti­schen Regres­si­ons­mo­dells unter­sucht.

Die Inzi­denz eines akuten Engwin­kel­glau­koms war in der Studie statis­tisch signi­fi­kant mit der Verwen­dung von Gaba­pen­tin im Jahr vor der Diagno­se asso­zi­iert (RR 1,42, 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,00–2,00). Keine statis­tisch signi­fi­kan­te Asso­zia­ti­on wurde mit einem gegen­wär­ti­gen Gaba­pen­tin­ge­brauch beob­ach­tet (RR 1,28, 95%-KI 0,77–2,12).

Die Inzi­denz eines akuten Engwin­kel­glau­koms war weder mit der Verwen­dung von Prega­ba­lin im Jahr vor der Diagno­se noch mit einer aktu­el­len Verwen­dung statis­tisch signi­fi­kant asso­zi­iert (RR 1,00, 95%-KI 0,51–1,93; RR 1,50, 95%-KI 0,66–3,38).

(isch)

Autoren: Browne M et al.
Korrespondenz: Mahyar Etminan; etminanm@mail.ubc.ca
Studie: Association of Gabapentin or Pregabalin use and Incidence of Acute Angle-closure Glaucoma
Quelle: J Glaucoma 2019 Jul 19.
Web: https://doi.org/10.1097/IJG.0000000000001330

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